Gentechnik
Soja, Mais, Raps – vor allem in Nord- und Südamerika wachsen sie heute in Form von gentechnisch veränderten Pflanzen. Ihre Besonderheit: Sie sollen resistent sein gegen bestimmte Schädlinge oder Unkrautvernichtungsmittel und eine ertragreiche Ernte sichern. Die Mehrzahl der Deutschen lehnt gentechnisch veränderte Lebensmittel nach wie vor ab. Hierzulande sind sie selten zu finden. Komplett gentechnikfrei sind die Produkte im Supermarkt aber nicht, wie eine Untersuchung von Soja-Lebensmitteln zeigt.
Produkte müssen gekennzeichnet sein
Die Stiftung Warentest fahndet regelmäßig nach Hinweisen auf Gentechnik im Essen – immer dann, wenn es sinnvoll erscheint, so wie bei Honig, Reis oder Rapsöl. Zwar ist der Anbau von Genpflanzen EU-weit stark eingeschränkt, dennoch können gentechnisch veränderte Lebensmittel durch Importe zu uns gelangen. Enthält ein Produkt mehr als 0,9 Prozent gentechnisch veränderte Organismen, muss es einen Hinweis tragen. In der Praxis ist das aber nicht immer der Fall.
Auch Baumwolle wird gentechnisch verändert
Was viele nicht wissen: Auch Baumwolle ist zunehmend gentechnisch verändert. Auf über 60 Prozent der weltweiten Anbauflächen wachsen bereits Pflanzen aus gentechnisch verändertem Saatgut. Wer Genbaumwolle beim Kauf von Kleidung umgehen will, hat schlechte Chancen: Sie wird nicht gesondert gekennzeichnet. Für den Öko-Anbau ist Genbaumwolle hingegen tabu. Um zu prüfen, ob Textilien das Ökosiegel zu recht tragen, prüft sie die Stiftung Warentest daher auf gentechnisch veränderte Anteile, so auch beim Test T-Shirts.
Tests

Gentechnik in Soja-LebensmittelnSo viel steckt drin
26.08.2010 - Achtzig Prozent der Deutschen lehnen Gentechnik im Essen ab. Doch kaum ein Lebensmittelhersteller kann noch garantieren, dass sein Produkt komplett gentechnikfrei ist. Grund: Dreiviertel der weltweit angebauten Sojabohnen sind bereits gentechnisch verändert und somit gewappnet gegen Schädlinge und Unkrautvernichtungsmittel. Winzige Spuren – im Fachjargon „zufällige“ oder „technisch unvermeidbare“ Verunreinigungen – breiten sich aus. Die Stiftung Warentest nimmt Soja-Lebensmittel ins...Zum Test
Weitere Tests:
- Basmati-Reis: Jeder zweite mangelhaft29.07.2010
- Rapsöl: Jedes dritte Öl mangelhaft22.10.2009
- Honig: 35 Marken im Test30.01.2009
Meldungen
GentechnikGensoja im Tierfutter weit verbreitet
27.09.2012 - Fleisch, Milch und Eier stammen heute überwiegend von Tieren, die mit Gensoja gefüttert wurden. Da tierische Produkte – anders als pflanzliche Lebensmittel – keinen Hinweis auf Gentechnik tragen müssen, bleiben Verbraucher ahnungslos. Darauf weist der World Wide Fund for Nature, WWF, in einer Studie hin. Bereits über 80 Prozent des zu uns importierten Sojaschrots stammten von Genpflanzen. Die meisten Deutschen lehnen Gentechnik im Essen ab. Sie wünschen sich mehr Transparenz in Bezug auf...Zur Meldung
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- Pflanzenanbau: Gericht über Gentechnik28.12.2010
- Gentechnik: Ohne Erfolgsgarantie26.03.2009
- Editorial: Honig jetzt besser22.01.2009
