Drucker: Tinte und Toner

Mit Fremdtinten können Nutzer eines Tinten­strahl­druckers ihre Tinten­kosten um bis zu 90 Prozent senken. Einige Fremd­patronen können mit einem ausgesprochen guten Preis-Leistungs­verhältnis über­zeugen. Bei manchen Fremdtinten müssen Nutzer jedoch erhebliche Qualitäts­einbußen in Kauf nehmen. Die Stiftung Warentest vergleicht regel­mäßig Original­patronen mit Fremd­patronen für Drucker von Brother, Canon, Epson und HP.

Teil­weise große Ersparnis

Mit Drucker­patronen lässt sich offen­bar gut Geld verdienen — auf dem Markt für Fremd­patronen tummeln sich zahlreiche Anbieter, zum Beispiel AgfaPhoto, Armor, Ink Swiss, Jet Tec, KPM, Peach und Q-Ink. Ihr meist­gebrauchtes Werbeargument: Eine erhebliche Ersparnis gegen­über den teuren Original­patronen, die die Hersteller für ihre Tinten­strahl­drucker anbieten. Tatsäch­lich bieten so manche Patronen von Drittanbietern ein erhebliches Spar­potential und kommen der Qualität des Originals sehr nahe, wie die Tests aus den Jahren 2011 Neuer Einsparrekord und 2012 Sparen mit Fremdtoner zeigen.

Original­patronen bieten die beste Qualität

Doch nicht alle können ihre Versprechen halten. Manche sparen im Vergleich zum Original wenig oder gar nichts und sind sowohl bei Text- als auch Foto­ausdrucken qualitativ deutlich schlechter. Letzt­lich bieten Original­patronen im Vergleich zur Konkurrenz so gut wie immer die beste Qualität. Wer jedoch nicht immer Ausdrucke in 1A-Qualität benötigt, für den können Fremd­patronen eine preisgüns­tige Alternative sein.

Nach­bauten besser als Wiederbefüllte

Bei Fremd­patronen kann man grob zwei Typen unterscheiden: Nach­bauten und Wiederbefüllte. Generell bestätigen die Tests der Stiftung Warentest, dass nachgebaute Einzel­farb­patronen dem Original oft nahe­kommen. Wiederbefüllte Kombipatronen mit integriertem Druck­kopf hingegen bringen häufig schlechtere Ergeb­nisse und ein geringeres Spar­potential. Solche Patronen­typen werden auch nicht nachgebaut: Es müssen leere Original­patronen einge­sammelt, gereinigt und wiederbefüllt werden. Darunter leiden meist Qualität und Spar­effekt.

Fremdkartuschen auch für Laser­drucker

Neben Tinten­patronen testet die Stiftung Warentest auch Tonerkartuschen für Laser­drucker. Das Ergebnis fällt weniger beein­druckend aus als bei vielen Fremdtinten. An die Qualität der Originale kommen die Drittanbieter bei weitem nicht heran. Auch ist bei Fremdtonern die Kosten­ersparnis meist deutlich geringer als bei vielen Fremdtinten.

Vorbehalte gegen­über Fremd­patronen

Nutzer sind gegen­über Fremd­patronen oft skeptisch. Angesichts der teil­weise beträcht­lichen Einspar­möglich­keiten bei akzeptabler Qualität ist es auf den ersten Blick erstaunlich, dass die meisten Nutzer ihre Drucker mit Original­patronen bestü­cken. Eine Ursache dafür dürfte ihr Ruf sein: In diversen Internetforen berichten Nutzer davon, dass ihr Drucker nach dem Einsatz von Fremdtinte nicht mehr richtig oder gar nicht mehr funk­tioniert habe. Die Stiftung Warentest kann solche Erfahrungen nicht bestätigen. In einem mehr­wöchigen Dauer­test hat die Stiftung 876 Patronen in 17 Druckern verdruckt. Ergebnis: Kein einziger Drucker fiel aus . Dennoch bestärken einige Anbieter und Händler Vorbehalte gegen­über Fremd­patronen weiterhin. So mancher Kunde hat die Erfahrung gemacht, dass Händler defekte Drucker während der Gewähr­leistungs­frist nicht angenommen haben, wenn sie mit Fremd­patronen bestückt waren. Der Verweis auf die Fremdtinte ist nicht selten ein will­kommener Vorwand, sich um eine Reparatur herum­zumogeln. Mit einer solchen pauschalen Ablehnung sollte sich niemand abspeisen lassen. Die Beweis­pflicht liegt bei Gewähr­leistungs­fällen in den ersten 6 Monaten beim Händler.

Sparen beginnt mit dem Druckerkauf

Viele Verbraucher scheinen die Folge­kosten nicht im Blick zu haben, wenn sie sich einen Drucker zu einem güns­tigen Anschaffungs­preis kaufen. Preisbewusste Kunden sollten neben der Qualität der Ausdrucke also bereits die Folge­kosten im Blick haben. Die Folge­kosten sind im Laufe eines Drucker­lebens um ein Vielfaches höher als der Anschaffungs­preis. Die Stiftung Warentest ermittelt in ihren Druckertests neben der Qualität der Ausdrucke auch immer die Kosten pro Text­seite beziehungs­weise DIN A4-Farbfoto­ausdruck.

Tests

Druckertinte Test

DruckertinteOrdentlich sparen mit Fremd­patronen

27.09.2012 - Güns­tige Drucker, teure Tinte – so das Geschäfts­modell der Drucker­anbieter. Viele Verbraucher nutzen daher güns­tige Produkte von Drittanbietern. Doch wie groß ist die Ersparnis, wie die Druck­qualität der Fremdtinte? test hat Tinten­patronen für vier aktuelle Drucker von Brother, Canon, Epson und HP getestet. Außerdem im Test: Tonerkartuschen für Laserdrucker. Ergebnis: Kunden können ordentlich sparen, die Qualität kommt mitunter den Originalen nahe.Zum Test

Weitere Tests:

Schnelltests

Neu auf dem Markt: DruckerpatronenCanon-Chip geknackt

25.10.2007 - Tintentankstellen von Cartridge World bieten jetzt wiederbefüllte Patronen für Canon-Drucker, bei denen auch die Füllstandsanzeige funktioniert.Zum Schnelltest

Weitere Schnelltests:

Meldungen

Geplante Obsoleszenz Meldung

Geplante Obsoleszenz„Tests zeigen keine Soll­bruch­stellen“

20.03.2013 - Der Begriff „Geplante Obsoleszenz“ ist vielen Verbraucher mitt­lerweile ganz geläufig. Er beschreibt den Verdacht, dass Hersteller ihre Produkte bewusst mit Schwach­stellen ausstatten, damit Kunden schnell neu kaufen müssen. Die Stiftung Warentest hat bei ihren Tests dafür bislang aber keine Anhalt­punkte gefunden. Trotzdem gibt es viel zu kritisieren, wie Jürgen Nadler, wissenschaftlicher Leiter des Multimedia-Teams, im Interview erklärt.Zur Meldung

Weitere Meldungen:

Jetzt Vorteilspaket sichern

test Probeabo + CDs

Archiv CD-Roms 2011 + 2012 für nur 4,90 € – und dazu drei aktuelle Ausgaben von test gratis

4,90 €


Als Dankeschön erhalten Sie einen Einkaufswagenchip.

Jetzt bestellen und ein iPad 4 gewinnen