Dispozinsen

Die Banken räumen ihren Kunden einen Über­ziehungs­rahmen auf dem Giro­konto ein, wenn sie regel­mäßige Geld­eingänge haben. Dafür kassieren sie meist hohe Zinsen. Mitte Februar lag der Dispozins der deutschen Banken und Sparkassen im Durch­schnitt bei 11 Prozent. Das ist viel zu hoch, denn die Kredit­institute können sich selbst günstig Geld leihen. Finanztest erhebt die Höhe der Dispozinsen regel­mäßig. Mehr

Dispokredit ist teuerster Kredit

Die meisten Bank­kunden wissen gar nicht, dass der Dispokredit oft der teuerste Kredit von einer Bank ist. Bei der letzten Erhebung lag der Spitzenzins­satz bei 14,75 Prozent. Deshalb sollten Bank­kunden nur im Notfall und für kurze Zeit das Konto über­ziehen. Wer den Dispo häufiger im Jahr nutzt, sollte zu einer Bank mit einem güns­tigen Dispo wechseln. Güns­tige Banken verlangen unter 10 Prozent.

Geduldete Über­ziehung noch teurer

Manchmal wundern sich Bank­kunden, dass die Bank noch viel höhere Zinsen verlangt, als Finanztest ermittelt hat. Dann handelt es sich meist um die geduldete Über­ziehung: Der Kunde nimmt sein Giro­konto über den Dispokredit hinaus in Anspruch. Auf dem Konto­auszug steht dann meist „Über­ziehungs­zins­satz“. Dafür können bis zu 20 Prozent fällig werden.

Klauseln für Zins­anpassung

Verbraucher müssen nach­voll­ziehen können, wie und wann sich die Zinsen verändern. Bei manchen Banken lässt die Anpassungs­klausel aber viel Spielraum, die Zinsen anzu­passen. Gut sind Banken, die den Dispo fest an einen Referenz­wert binden und den Dispozins um ebenso viele Prozent­punkte erhöhen oder senken, wie der Referenz­wert steigt oder sinkt.

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