Butter und Margarine

Alles in Butter mit der Butter? Ist Margarine gesünder? Wie gut sind Light-Butter und Butter-Rapsöl-Kombinationen? Die Stiftung Warentest untersucht regel­mäßig Fette fürs Brot. In den Tests Butter, Leichte Butter und Co. sowie Vollfettmargarine geht es um den Geschmack, aber auch um Streich­fähig­keit. Die Tester bewerten zudem noch gesundheitliche Aspekte – gesättigte Fett­säuren, Trans­fett­säuren, Omega-3-Fett­säuren und natürlich Kalorien. Mehr

Jeder Deutsche isst fast 6 Kilogramm Butter im Jahr

Die Deutschen lieben Butter – jeder verzehrte 2011 durch­schnitt­lich 5,9 Kilogramm davon. Das Haupt­argument für Butter ist ihr unver­wechsel­barer Geschmack, der sich je nach Sorte aber unterscheidet. Die markt­bedeutendste mild­gesäuerte Butter schmeckt mild-säuerlich bis aromatisch. Sie harmoniert mit säuerlich-süßen Aufstrichen und mildem Aufschnitt. Die säuerlich-aromatische Sauerrahmbutter passt zu Deftigem wie Schinken und Bauern­brot. Die rahmige Süßrahmbutter mit schwachem Koch­geschmack macht sich gut auf Brötchen unter Konfitüre und Honig sowie zu gedüns­tetem Gemüse. Butter ohne Salz muss mindestens zu 82 Prozent aus Milch­fett bestehen, gesalzene zu 80 Prozent Fett, schreibt die Butter­ver­ordnung vor. Der Wasser­anteil beträgt maximal 16 Prozent. Der Rest sind Milch­zucker und Milch­eiweiß, Vitamine und Mineralstoffe. Butter enthält vor allem leicht verdauliche, kurz und mittel­kettige gesättigte Fett­säuren. Als tierisches Fett hat sie reichlich Cholesterin. Für Gesunde gilt das heute nicht mehr als Risiko­faktor für Herz und Kreis­lauf. 100 Gramm Butter haben etwa 720 Kilokalorien (zum Test von 35 Buttermarken Nicht alles in Butter).

Konkurrentin Margarine wirbt mit Omega-3-Fett­säuren

Margarine ist die schärfste Konkurrentin der Butter (Pro-Kopf-Verzehr 2011: 4,9 Kilogramm). Fans schätzen an der Margarine, dass sie oft preis­werter als Butter ist und sich meist leichter streichen lässt. Hinzu kommt die Erwartung, dass Margarine reichlich gesunde Fett­säuren wie Omega-3-Fett­säuren enthält. Die kommen aus Pflanzen­ölen, aus denen Margarine zu großen Teilen besteht. Um die Öle streich­fest zu machen, werden sie oft gehärtet. In der Regel enthält Margarine Zusatz­stoffe. Auch üblich: Aromen, Salz, Betakarotin. Margarine wird oft Vitamin A und D zugesetzt. Voll­fett­margarine hat so viel Fett wie Butter (mindestens 80 Prozent) und ähnlich viel Kalorien (etwa 720 Kilokalorien). Margarine kann dem Herz-Kreis­lauf-System gut tun, wenn das Fett­säurespektrum stimmt. Rapsöl und Olivenöl sind dafür eine ideale Basis (mehr zu diesen Ölen steht in den Tests Rapsöl und Olivenöl). Lang­kettige Trans­fett­säuren aus der Härtung spielen kaum noch eine Rolle, das belegt der Test von 27 Voll­fett­margarinen Man nehmen das beste Fett.

Leichte Butter und Co. als moderne Alternative

Der Handel hält Alternativen zu Butter und Margarine bereit. Die Spann­breite dieser Produkte reicht von Halb­fett­butter bis zu Mischungen aus Butter, Rahm und Jogurt, Rapsöl oder Pflanzen­fett. Viele versprechen, nach Butter zu schme­cken und leicht verstreich­bar zu sein. Die Zutaten variieren stark, aber auch die Fett­gehalte – von 75 bis 25 Prozent. Bei wenig Fett sorgen Zusatz­stoffe für Bindung, Textur und Stabilität. Aromen tragen bisweilen zum Butter­geschmack bei. Grund­sätzlich gilt: Je mehr Fett ein Produkt enthält, desto mehr Kalorien und je mehr Rapsöl, desto mehr gesunde Fett­säuren Welche Produkte aus dem neuen Segmente sich empfehlen, steht im Test von 24 Produkten Alles auf einen Streich.