test Spezial Sprachen lernen: Englisch- und Spanisch-Sprachreisen
16.11.2007
Am Vormittag Vokabeln und Grammatik pauken, am Nachmittag Land und Leute kennenlernen: Sprachreisen bieten mit ihrer Kombination von Bildung und Erholung eine verlockende Möglichkeit, eine Sprache im Ausland zu erlernen. Die Stiftung Warentest hat in ihrem test Spezial „Sprachen lernen“ Sprachreisen für Englisch und Spanisch untersucht. Dabei entpuppte sich die Unterbringung in Privatunterkünften allzu oft als der kritische Punkt einer Sprachreise.
Insgesamt nahm die Stiftung Warentest Angebote von jeweils neun Veranstaltern für Sprachreisen nach England und Malta sowie nach Spanien unter die Lupe. Das Leistungspaket umfasste dabei mindestens den Sprachkurs in einer Sprachschule, Betreuung vor Ort und die Unterbringung in einer Privatunterkunft beziehungsweise Gastfamilie.
Das Ergebnis der Untersuchung zeigt, dass die Veranstalter ihre Angebote durchaus noch verbessern könnten: Über die Note „befriedigend“ kam keine Offerte hinaus. Gerade die Unterbringung in Privatunterkünften oder Gastfamilien – eigentlich die ideale Möglichkeit, Land und Leute auf authentische Weise zu erleben – drückte den Notendurchschnitt nach unten. Ob maulfaule Gastgeber, dunkle Zimmer oder schwer genießbares Essen: In einigen Fällen waren die Grenzen des Zumutbaren überschritten. Sowohl bei den Englisch- als auch den Spanisch-Sprachreisen gab es in puncto Unterbringung immer wieder Schwierigkeiten.
Dennoch werteten die Tester die Sprachreisen als eine gute Möglichkeit, in kurzer Zeit viel zu lernen und tief in die andere Kultur einzutauchen. Bei den Sprachreisen nach England und Malta zeigten sich in einem anderen Punkt Qualitätsunterschiede. Englisch lernt sich im Mutterland besser als auf Malta. Grund: Englisch ist auf Malta Amtssprache, nicht Muttersprache.
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