Kautionsersatz über www.smartkaution.de: Teuer und unsicher
Die MKB Mietkautions AG vermittelt Mietern im Internet über www.smartkaution.de eine Bankbürgschaft der SWK Bank. Mieter können diese dem Vermieter als Mietsicherheit statt der oft üblichen Barkaution anbieten.
Angebot
Der Vermieter bekommt vom Bürgen, der SWK Bank, Geld, wenn der Mieter zum Beispiel nach dem Auszug eine beschädigte Wohnung zurücklässt. Die Smartkaution kostet den Mieter einmalig 120 Euro (bis 31. Dezember nur 90 Euro) und zudem jährlich 5 Prozent der Bürgschaftssumme. Die Bürgschaftssumme beträgt in der Regel drei Nettokaltmieten. Bei einer Nettokaltmiete von 700 Euro hat der Mieter also pro Jahr 105 Euro zu zahlen.
Vorteil
Eine Bankbürgschaft ist für den Mieter attraktiv, weil er nicht binnen kurzer Zeit die sonst üblichen drei Nettokaltmieten in bar aufbringen muss. Und der Vermieter hat weniger Arbeit: Er muss keine Barkaution getrennt von seinem Vermögen anlegen und verwalten. Die SWK Bank zahlt im Bürgschaftsfall Geld an ihn aus, ohne zu prüfen, ob der Vermieter tatsächlich einen Anspruch gegen den Mieter hat.
Nachteil
Die Smartkaution ist teuer. Andere Banken wollen für eine Mietbürgschaft oft nur 1 bis 4 Prozent pro Jahr. Zahlt die SWK Bank an den Vermieter, kann sie sich die Summe vom Mieter wiederholen. Über den Antrag des Mieters auf die Smartkaution wird erst nach Abschluss des Mietvertrags entschieden. Der Vermieter riskiert, dass aus der Bürgschaft gar nichts wird.
Finanztest-Kommentar
Mieter und Vermieter fahren mit einer auf einem Zinskonto angelegten Barkaution in der Regel besser. Zinsen erhöhen während der Mietzeit die Sicherheit des Vermieters. Haben Mieter Probleme, die Barkaution aufzubringen, sollten sie Freunde oder Verwandte um Hilfe bitten, bis sie die Kaution vom vorherigen Vermieter zurückhaben.
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