Wichtige Neuerungen: Auto und Verkehr, Telefon und Internet

28.12.2009

Wichtige Neuerungen

Auto und Verkehr

Abgasuntersuchung: Plakette verschwindet. Die sechseckige Plakette für die Abgasuntersuchung (AU) wird ab 2010 nicht mehr aufs Nummernschild geklebt. Künftig prüfen Tüv und andere Sachverständigenorganisationen die Abgaswerte im Rahmen der Hauptuntersuchung, die weiterhin alle zwei Jahre Pflicht ist. So soll der Verwaltungsaufwand verringert werden. Abgelaufene Plaketten werden bei der Hauptuntersuchung entfernt und durch eine weiße Blankoplakette ersetzt.

Umweltzonen: Schärfere Abgasregeln. In den Umweltzonen von Berlin und Hannover dürfen ab 1. Januar 2010 nur noch Fahrzeuge mit grüner Plakette fahren. Die beiden Städte sind Vorreiter für deutsche Städte und Regionen, die zur Verbesserung der Luft Umweltzonen ausgewiesen haben oder das planen. Andernorts ist man noch nicht so streng wie in Berlin und Hannover: Autofahrer dürfen noch mit der gelben Plakette in die Umweltzone – manchmal genügt sogar die rote. Autofahrer sollten die Umweltzonen ernst nehmen. Wer ohne die richtige Plakette erwischt wird, muss 40 Euro Bußgeld zahlen und bekommt einen Punkt in der Kartei in Flensburg.
Tipp: Informationen zu allen Umweltzonen in Deutschland finden Sie beim Umweltbundesamt.

Fahren im Ausland wird teurer. Mit dem Auto ins Nachbarland – das wird ab 2010 teurer: Österreich, Tschechien und die Slowakei erhöhen ihre Pkw-Mautgebühren. Für Fahrzeuge, die mehr als 3,5 Tonnen wiegen, müssen Nutzer keine Vignette mehr kaufen. Sie zahlen stattdessen eine Gebühr, die sich nach der gefahrenen Strecke richtet. Dazu muss in jedem dieser Fahrzeuge ein spezielles Erhebungsgerät montiert sein. In Österreich richtet sich die Höhe der Maut zusätzlich nach dem jeweiligen Schadstoffausstoß. In Deutschland gibt es (noch) keine Pkw-Maut. Sie ist im schwarz-gelben Koalitionsvertrag zwar nicht vorgesehen, jedoch immer wieder im Gespräch. Zuletzt hatte sich Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) dafür ausgesprochen. Kanzlerin Angela Merkel dagegen hat eine Pkw-Maut ausgeschlossen.

Telefon und Internet

Handytelefonate werden günstiger. Mobiles Telefonieren in den Ländern der Europäischen Union wird günstiger. Ab Juli 2010 wird der Höchstpreis auf 39 Cent netto pro Minute gesenkt. Für angenommene Anrufe auf dem Handy dürfen dann höchstens 15 Cent berechnet werden. Für die Internetnutzung mit Hilfe des Handys oder des Laptops sinkt der Höchstbetrag auf 80 Cent pro Megabyte. Zu allen Preisen kommt noch die Mehrwertsteuer dazu. Das Abhören der Mailbox im Ausland muss spätestens ab Mitte 2010 umsonst sein.

Obergrenzen für 0180-Gespräche. Ab 1. März gibt es zudem Preisobergrenzen bei 0180er-Servicenummern. Für Anrufe aus dem Festnetz dürfen dann nur noch 14 Cent pro Minute oder 20 Cent pro Anruf verlangt werden. Für Anrufe aus dem Mobilfunknetz gelten künftig 42 Cent pro Minute oder 60 Cent pro Anruf.

Widerrufsfrist bei ebay. Ab 11. Juni 2010 können Privatkunden, die im Internet Waren bei einem gewerblichen Händler ersteigern, das ­Geschäft nur noch zwei Wochen lang widerrufen. Bis dahin beträgt die Frist auf Plattformen wie ebay weiterhin einen Monat ab Erhalt der Ware bei einer ordentlichen Belehrung über das Widerrufsrecht. Wer etwas bei einem Privatverkäufer kauft oder ersteigert, hat auch in Zukunft kein Widerrufsrecht.

Sonstiges

Käfigeier. Nach Angaben des Bundesverbands Deutsches Ei (BDE) werden in Deutschland ab 2010 keine Eier aus konventioneller Käfighaltung mehr erzeugt. Nahezu dreiviertel der Legehennenhaltungen in Deutschland wurden im Laufe des Jahres auf die fortschrittlichsten Haltungsformen umgerüstet.

Fernsehen. Fernsehzuschauer können ab Januar bei einer Reihe von privaten Sendern das hochauflösende Fernsehen (HDTV) sehen. Einige wollen die neue Technik zum Jahresanfang einführen, die öffentlich-rechtlichen Anstalten wollen Mitte Februar zu Beginn der Olympischen Winterspiele folgen.

Glühlampen. Schon seit September dieses Jahres dürfen Glühlampen ab 100 Watt nicht mehr verkauft werden. Ab September 2010 ist auch der Verkauf von Glühlampen mit einer Leistung von 75 Watt verboten. Das gilt auch für Halogenleuchten mit 75 Watt Leistung. In diesem Segment dürfen künftig nur noch Lampen in den Effizienzklassen B und C in den Handel gebracht werden.

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