15.12.2010

Tripper
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Tripper

Der Tripper gehört neben der Syphilis zu den „klassischen“ Geschlechtskrankheiten. In der Medizin heißt diese Erkrankung Gonorrhö. Erreger des Trippers sind Bakterien namens Neisseria gonorrhoeae; sie gehören in die Gruppe der Gonokokken. Diese Bakterien können bei Männern wie Frauen Infektionen im Genitaltrakt hervorrufen. Manche Menschen merken nichts von dieser Infektion. Bleibt sie jedoch unbehandelt, kann sie bei 1 bis 2 von 10 infizierten Frauen zu Entzündungen der Harnröhre, des Gebärmutterhalses, der Gebärmutterschleimhaut und der Eileiter führen. Dann treten auch Symptome auf, und zwar vornehmlich eitriger Ausfluss, Blutungsstörungen und anhaltende Schmerzen im Unterleib. Eine Spätfolge dieser Entzündungen können Eileiterschwangerschaften und eine ungewollte Kinderlosigkeit sein. Diese Entwicklung lässt sich mit einer effektiven Behandlung verhindern. Hat eine chronische Entzündung jedoch bereits Schäden an den inneren Geschlechtsorganen hervorgerufen, sind diese meist nicht mehr rückgängig zu machen.

Die Bakterien werden beim Geschlechtsverkehr übertragen. Da jünge­re Menschen ihre Sexualpartner meist häufiger wechseln als ältere Personen, sind unter 25-Jährige am häufigsten mit Gonokokken infiziert. Das Infektionsrisiko steigt beim Sex ohne Kondome. Außerdem können die Erreger leichter Fuß fassen, wenn noch andere Geschlechtskrankheiten bestehen.

Folgen eines Trippers der Frau für das Kind

Bringen mit Gonokokken infizierte Frauen ihr Kind auf normalem Weg zur Welt, ist bei etwa einem Drittel der Kinder damit zu rechnen, dass sie sich anstecken. Diese Babys können dann nach der Geburt eine schwere eitrige Bindehautentzündung bekommen, die im schlimmsten Fall sogar zum Verlust des Augenlichts führen kann. Ferner können Entzündungen der Hirnhäute, der Herzinnenhaut und der Gelenke auftreten.

Darüber hinaus haben Frauen mit einem Tripper häufiger frühzeitige Wehen und die Fruchtblase springt verfrüht, sodass die Gefahr besteht, dass die Schwangerschaft vorzeitig endet. Ein vorzeitiger Blasensprung kann unter Umständen eine Infektion des Fruchtwassers nach sich ziehen, die eine sofortige Entbindung des Kindes notwendig macht.

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