15.12.2010

Syphilis
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Syphilis

Die Syphilis, auch Lues genannt, gehört neben dem Tripper (Gonorrhö) zu den „klassischen“ Geschlechtskrankheiten, das heißt, sie wird vornehmlich durch sexuellen Kontakt übertragen.

Erreger der Syphilis sind Bakterien namens Treponema pallidum. Sie können bei Männern wie Frauen Infektionen im Genitaltrakt hervorrufen, die in drei typischen Stadien ablaufen. Die Erreger dringen an winzigen offenen Stellen in die Schleimhaut ein und lassen dort einen kleinen, schmerzlosen Knoten entstehen. Dieser heilt in 4 bis 6 Wochen von selbst ab. 2 bis 6 Wochen später beginnt das nächste Stadium. In diesem treten Kopfschmerzen auf sowie Fieber, geschwollene Lymphknoten, Hautausschlag, Haarausfall, Funktionsstörungen der Leber und Nieren und an den Genitalien nässende Flecken, die überaus ansteckend sind. Wenn auch dieses Stadium abheilt, ohne dass die Erreger durch eine effektive Therapie beseitigt wurden, kann eine lange Zeit folgen, in der die Krankheit verschwunden scheint. Doch bei einem Drittel der Infizierten folgt dann nach Jahren das dritte Stadium, in dem sich in der Haut, Schleimhaut und allen inneren Organen gummiartige Knoten bilden können und Veränderungen an den Blutgefäßen und im zentralen Nervensystem die Betroffenen zu Schwerkranken machen.

Die Bakterien werden beim Geschlechtsverkehr übertragen. Sie können leichter Fuß fassen, wenn noch andere Geschlechtskrankheiten vorliegen. Der Gebrauch von Kondomen hilft, sich vor einer Ansteckung zu schützen.

Folgen einer Syphilis der Frau für das Kind

Die Erreger der Syphilis können vom 4. bis 5. Schwangerschaftsmonat an auf das ungeborene Kind übertragen werden und stören dann die gesamte Entwicklung des Kindes. Macht die Frau in dieser Zeit das erste oder zweite Stadium der Infektion durch, kommt etwa die Hälfte der Kinder mit einer angeborenen Syphilis zur Welt. Ein Viertel der Kinder wird zu früh geboren; oft sind diese Kinder nicht lebensfähig. Werden Frauen in der Zeit schwanger, in der die Syphilis „ruht“, ist 1 von 10 Kindern krank, ein weiteres von 10 Kindern kommt tot zur Welt.

Kinder, die mit einer Syphilis geboren werden, haben Knochenveränderungen, eine vergrößerte Leber und Milz, Blutungen in der Haut und Hautveränderungen.

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