15.12.2010

Dauer der Schwangerschaft

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Dauer der Schwangerschaft

Normalerweise dauert eine Schwangerschaft 38 Wochen (= 266 Tage), gerechnet ab dem Zeitpunkt der Befruchtung der Eizelle. Weil aber in aller Regel niemand weiß, wann genau das Ei befruchtet worden ist, bedient man sich einer anderen Berechnungsmethode. Man setzt den ersten Tag der letzten Menstruation als Schwangerschaftsbeginn fest, denn diesen Termin können Frauen meist halbwegs sicher angeben. Des Weiteren wird angenommen, dass die Frau einen 28-Tage-Zyklus hat. Daraus ergibt sich dann eine rechnerische Schwangerschaftsdauer von 40 Wochen (= 280 Tagen) – wobei die Frau aber die ersten beiden Wochen noch gar nicht schwanger war!

Diese Methode bedingt natürlich Ungenauigkeiten. Nur selten menstruiert eine Frau wirklich alle 28 Tage. Fast die Hälfte aller Frauen täuscht sich auch, was den Beginn der letzten Blutung angeht. Daher kann die Berechnung des Geburtstermins nach diesem Schema nur eine Näherung sein. Nach der ersten regulären Ultraschalluntersuchung lässt sich das jedoch präzisieren.

Folgen einer falsch berechneten Schwangerschaftsdauer

Viele Aussagen über den Verlauf der Schwangerschaft sowie das Wachstum und Gedeihen des Kindes beruhen auf statistischen Vergleichen mit anderen, gleich alten Kindern. Zwar gibt es individuelle Unterschiede, doch diese bewegen sich innerhalb eines bestimmten Rahmens. Wenn die Entwicklung des Kindes davon erheblich abweicht, kann es dafür gesundheitliche Gründe bei der Frau oder dem Kind geben, die teilweise auch behandelt werden können. Solche Vergleiche haben aber nur dann eine Aussagekraft, wenn die Kinder nahezu gleich alt sind. Für diesen Zweck ist es wichtig, das Alter des Kindes beziehungsweise die Zeit, die die Schwangerschaft bereits dauert, das sogenannte Gestationsalter, möglichst genau zu bestimmen.

Auch für Untersuchungen, mit denen nach Fehlbildungen und anlagebedingten Störungen gesucht wird, ist die genaue Schwangerschaftsdauer wichtig. Denn manche Hinweise auf Veränderungen lassen sich nur in einer gewissen Entwicklungszeit feststellen, außerdem ist es für verschiedene Eingriffe ab einem bestimmten Zeitpunkt zu spät.

Darüber hinaus ist es erst anhand eines einigermaßen verlässlich errechneten Geburtstermins möglich zu sagen, ob Wehen verfrüht einsetzen oder die Schwangerschaft schon so lange dauert, dass die Geburt besser eingeleitet werden sollte.

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