15.12.2010

Ringelröteln
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Ringelröteln

Erreger der Ringelröteln ist das Parvovirus B 19. Die Viren werden vornehmlich mit der Luft übertragen und durch Kontakt mit Gegenständen, denen die Viren anhaften. Dementsprechend weit sind die Ringelröteln verbreitet. Weil die Infektion aber bei etwa einem Viertel der Betroffenen keine Symptome auslöst, wissen viele Menschen nicht, ob sie jemals mit den Viren in Kontakt gekommen sind. Zudem lösen die Viren unterschiedliche Erkrankungsbilder aus – je nachdem, wie alt die Erkrankten sind.

Kinder bekommen meist einen charakteristischen Hautausschlag (Erythema infectiosum), der auf den Wangen beginnt und sich dann girlandenartig über Arme, Beine und den restlichen Körper ausbreitet. Erwachsene klagen hingegen mehr über schmerzende und entzündete Gelenke – Beschwerden, die wochen- bis monatelang anhalten können. Üblicherweise verläuft die Krankheit sehr leicht. Wenn die Erreger allerdings die Zellen angreifen, aus denen später die roten Blutkörperchen werden, kann es zu einer Blutarmut kommen.

In aller Regel klingt die Erkrankung nach kurzer Zeit ab, und diejenigen, die sie durchgemacht haben, sind ihr Leben lang gegen Ringelröteln immun.

Folgen einer Infektion der Frau für das Kind

Bei weniger als einem Drittel der Frauen, die sich während der Schwangerschaft infizieren, erreichen die Viren auch das Kind. Die Folgen hängen davon ab, wie weit das Kind schon entwickelt ist.

Eine Infektion vor der 20. Schwangerschaftswoche führt bei 11 bis 15 von 100 Frauen zu einer Fehlgeburt. Später ist das nur noch bei 2 von 100 zu befürchten. Sollte ein Kind durch die Viren tatsächlich schwer geschädigt werden, stirbt es in aller Regel noch vor der Geburt.

Eine zwar schwere, aber nicht lebensbedrohliche Störung beim Kind infolge der Infektion ist die gestörte Blutbildung. Sie kann zu einer schweren Blutarmut führen, in deren Folge sich Leber und Milz vergrößern und die Gewebe viel Wasser einlagern. Dieses Krankheitsbild, der sogenannte Hydrops, lässt sich oft im Ultraschallbild erkennen. Bis zu 4 von 100 Kindern von infizierten Frauen entwickeln diese Störung.

Die meisten Kinder, die trotz einer Infektion mit Parvoviren lebend geboren werden, sind gesund.

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