15.12.2010

Lage der Plazenta
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Lage der Plazenta

In dem Teil der Gebärmutter, in dem sich die Zellen einnisten, aus denen der Embryo heranwächst, bildet sich auch die Plazenta. Sie dient während der gesamten Schwangerschaft als Austauschort, an dem das Kind mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird und seine Stoffwechselprodukte entsorgt werden.

Normalerweise sitzt die Plazenta an der Vorder-, Hinter- oder Seitenwand der Gebärmutter oder dem oberen Teil, der dem Muttermund gegenüberliegt (Fundus). Die Plazenta ist mit der Gebärmutterwand innig verwachsen und durch sehr viele Blutgefäße mit dem Gefäßsystem der Frau verbunden. Noch während der Geburt bleibt die Plazenta an ihrem Platz, mit dem Kind durch die Nabelschnur verbunden. Erst nachdem das Kind geboren und die Nabelschnur durchtrennt ist, löst sich die Plazenta von der Gebärmutter und wird als Nachgeburt ausgestoßen.

Bei manchen Frauen liegt die Plazenta relativ dicht am inneren Muttermund (tiefsitzende Plazenta) oder bedeckt diesen sogar mehr oder minder komplett (Placenta praevia). Wenn sich der Muttermund dann in Vorbereitung auf die Geburt nach und nach zu weiten beginnt – in der Regel zu Beginn des letzten Schwangerschaftsdrittels –, dehnt sich der untere Teil der Gebärmutter, und Teile der Plazenta scheren von ihrem Untergrund ab. Die Frau empfindet dabei keine Schmerzen, aber Blutungen zeigen das Geschehen an.

Eine so beschädigte Plazenta kann das Kind meist nicht mehr ausreichend versorgen. Außerdem setzt sich eine teilweise Ablösung der Plazenta meist bald fort, bis sie komplett abgelöst ist. Dann endet die Schwangerschaft auf dramatische Weise vorzeitig. Weil die Plazenta außerordentlich dicke Blutgefäße hat, können so massive Blutungen auftreten, dass Mutter und Kind das manchmal nicht überleben.

Wird das Kind als Frühgeburt lebend geboren, ist es mehr oder minder stark durch die Folgen seiner Unreife beeinträchtigt.

Eine Ursache dafür, dass sich die Plazenta an derart ungünstigen Stellen der Gebärmutter ansetzt, vermutet man in einer Schädigung der Gebärmutterschleimhaut. Mithin ist das Risiko bei Frauen erhöht, bei denen einmal eine Ausschabung gemacht wurde. Ein vorangegangener Kaiserschnitt erhöht das Risiko um das Dreifache. Auch bei Frauen, die mehr als ein Kind erwarten, tritt eine Placenta praevia häufiger auf.

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