15.12.2010

Hepatitis B

Behandlung

Gegen Hepatitis B gibt es eine vorbeugende Impfung. Wenn Frauen noch bevor sie schwanger sind vorausschauend aktiv werden wollen, können sie der Infektion mit einer Impfung vorbeugen. Ist die Frau bereits schwanger, wird üblicherweise nicht mehr gegen Hepatitis B geimpft.

Eine Infektion mit Hepatitis-B-Viren wird bei schwangeren Frauen für gewöhnlich nicht behandelt, da alle Medikamente, die dafür infrage kommen, in dieser Zeit nicht angewendet werden dürfen. Nur wenn die Erkrankung so schwer verläuft, dass das Leben der Frau bedroht ist, wird eine solche Therapie erwogen.

Behandlungsmöglichkeiten beim Kind

Das Kind einer mit Hepatitis-B-Viren infizierten Frau bekommt in den ersten 12 Stunden nach der Geburt jeweils eine Dosis Hepatitis-Immunglobulin und Hepatitis-Impfstoff gespritzt. Mit dem ersten Mittel erhält das Baby Antikörper, die die in seinem Blut befindlichen Viren unschädlich machen sollen. Das zweite ist der reguläre Impfstoff, der das Immunsystem anregen soll, selbst Antikörper gegen die Erreger zu bilden. Diese aktive Impfung wird nach einem und nach 6 Monaten wiederholt.

Wenn eine Frau ein Kind zur Welt bringt, ohne dass bekannt ist, ob sie mit Hepatitis-B-Viren infiziert ist oder nicht, wird man ihr empfehlen, das Neugeborene unmittelbar nach der Geburt vorsorglich gegen Hepatitis B impfen zu lassen. Stellt sich später heraus, dass sie tatsächlich mit Hepatitis-B-Viren infiziert ist, kann die Gabe des Hepatitis-Immunglobulins bei dem Baby innerhalb von 7 Tagen noch nachgeholt werden.

Eine infizierte Frau darf ihr Kind stillen – vorausgesetzt, es ist geimpft.

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