15.12.2010

Eisenmangel
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Eisenmangel

Jeder Mensch braucht Eisen, damit sein Körper rote Blutkörperchen bilden kann, die dann den Sauerstoff in die Gewebe des Körpers transportieren. In den roten Blutkörperchen ist der Sauerstoff an einen Farbstoff, das sogenannte Hämoglobin, gebunden. Ein wichtiger Bestandteil des Hämoglobins ist Eisen. Mangelt es dem Körper an Eisen, kann er nur wenig Hämoglobin und damit auch nur wenig intakte rote Blutkörperchen bilden. Das dadurch hervorgerufene Krankheitsbild heißt Blutarmut oder (Eisenmangel-)Anämie.

Die Beschwerden einer Eisenmangelanämie beruhen auf der unzureichenden Versorgung des Körpers mit Sauerstoff: blasse Haut, Herzklopfen, schnelle Ermüdung und Atemnot. Außerdem leiden die Abwehrkräfte unter einer Blutarmut; dann können Infektionen leichter Fuß fassen.

Ein ausgeprägter Eisenmangel kann bei schwangeren Frauen dazu führen, dass die Sauerstoffversorgung des Kindes leidet und in der Folge sein Wachstum gestört ist.

In der Schwangerschaft muss der Körper der Frau viel Eisen bereitstellen, weil auch das Kind rote Blutkörperchen bildet und dafür Eisen benötigt. Nimmt die Frau nicht genügend Eisen auf oder geht sie schon mit einem Mangel in die Schwangerschaft, greift ihr Körper auf sein gespeichertes Eisen zurück und leert seine Vorräte.

Viele Frauen wissen zu Beginn der Schwangerschaft allerdings nicht, wie es um ihre Eisenversorgung bestellt ist. So können kalorienarme Diäten, fleischarme und einseitige Ernährungsformen, wenn sie lange Zeit beibehalten wurden, zu einem Eisenmangel geführt haben. Hinzu kommt, dass Frauen mit der Regelblutung alle 4 Wochen Blut verlieren, welches der Körper mithilfe von Eisen neu bilden muss. Vor allem Frauen, die oft starke und anhaltende Blutungen haben, können dann zu Beginn einer Schwangerschaft mit Eisen unterversorgt sein, ohne es zu wissen. Auch unbemerkte, geringfügige, aber anhaltende Blutungen im Körperinnern können zu einem Eisenmangel führen. Solche Blutungen treten beispielsweise auf, wenn jemand häufig Azetylsalizylsäure (zum Beispiel Aspirin®) oder bestimmte Rheumamedikamente (zum Beispiel Diclofenac) einnimmt.

Folgen einer Eisenmangelanämie der Frau für das Kind

Ein Eisenmangel der Frau kann das Wachstum des Kindes beeinträchtigen, sodass es bei der Geburt weniger wiegt als der Durchschnitt der Kinder. Es ist auch möglich, dass das Kind als Frühgeburt vor der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt kommt.

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