Bis zur Einschulung im Sommer ist noch Zeit. Doch schon jetzt suchen Eltern nach dem passenden Ranzen. Damit die Kleinen auf der Straße gut zu sehen sind, müssen ihre Schulmappen grell leuchten – zu jeder Tageszeit und bei jedem Wetter. Das schaffen viele nicht. Zehn Modelle der aktuellen Kollektion fallen im Test durch. Autofahrer können sie tagsüber im Verkehr schlecht erkennen. Eltern sollten deshalb nur einen der acht guten, rundum sicheren Ranzen kaufen.
Schulranzen 03/2013 - Schulranzen
- DerDieDas Fliegengewicht XS
- Die Spiegelburg Ergo Style fluoreszierend
- Ergobag E-12-Set-xx
- McNeill Ergo Light 912 Art.-Nr. 9591
- McNeill Ergo Light Compact Art.-Nr. 9563
- McNeill Ergo Light Trekking
- Sammies by Samsonite Optilight
- Scout Buddy Basic
- Scout Mega Basic
- Scout Nano Basic
- Step by Step Touch
- Tatonka Starter Light
Schulranzen 03/2013 - Ähnliche Schulranzen, die nicht der Schulranzennorm entsprechen (nur Sicherheit geprüft)
- Die Spiegelburg Ergo Style
- McNeill Ergo Light 912 Art.-Nr. 9577
- McNeill Ergo Light Compact Art.-Nr. 9560
- Scout Buddy Style-Set
- Scout Mega Style-Set
- Scout Nano Style-Set
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Dino, Einhorn, Monster Truck und Elfe reichen nicht
Jetzt kommen sie in die Geschäfte: Bunte Schulranzen für Jungen und Mädchen. Da locken Dinos, Einhorns, Monster Trucks und Elfen. Jedes Kind findet seinen Favoriten. Doch sicher sind die Ranzenmotive häufig nicht. Sie leuchten zu wenig. Das erhöht das Unfallrisiko auf dem Schulweg. Weil Autofahrer die Kleinen tagsüber schlecht erkennen. Eltern wissen das häufig nicht. Sie wähnen sich auf der sicheren Seite, wenn sie ein Modell mit retroreflektierenden Streifen kaufen. Die Reflexstreifen funktionieren aber nur, wenn die Autos mit Licht fahren. Tagsüber, bei Nieselregen und in der Dämmerung müssen die Ranzen zusätzlich grell leuchten. Dafür sorgen fluoreszierende, orangefarbige Signalflächen.
Nur normgerechte Ranzen sind sicher
Wie ein rundum sicherer Schulranzen aussieht, legt die Norm DIN 58124 fest. Danach sollen 10 Prozent der Rück- und Seitenflächen retroreflektieren: das Licht der Scheinwerfer bei Dunkelheit zurückwerfen. Das ist der Katzenaugeneffekt. Zusätzlich sollen mindestens 20 Prozent fluoreszieren: am Tag und in der Dämmerung weithin aufleuchten. Dafür sind kontrastreiche, orangerote oder gelbe Flächen vorgesehen – mit hoher Leuchtkraft wie Warnwesten.
Gute und schlechte Ranzen heißen oft genauso
Eltern finden in den Geschäften häufig Ranzen ohne das komplette Sicherheitspaket. Angeblich wollen Kunden nur modische Ranzen ohne fluoreszierendes Orange – sagen Anbieter. Das Problem: Eltern können sichere und unsichere Modelle schnell verwechseln. Die Ranzen heißen oft genauso, haben die gleichen Motive und kosten ähnlich viel. Das zeigt auch der Test. Sechs der acht guten Modelle haben unsichere „Geschwister“, darunter auch Modelle von Scout und McNeill. Sie verzichten auf leuchtende Signalfarben. Am Tag kann der Autofahrer sie schlechter erkennen als ihre normgerechten „Zwillinge“.
Dem Schulstress sind sie gewachsen
Ranzen müssen einiges aushalten. Kinder schubsen sich damit, lassen sie fallen, stellen sie im Matsch oder auf der Heizung ab. All das macht ihnen wenig aus. Auch die Chemie stimmt. Die Tester haben auf Phthalat-Weichmacher und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) untersucht – ohne Beanstandungen. Allerdings fanden sie in zwei Griffen erhöhte Mengen an Nonylphenolethoxylaten. Die Chemikalie wird unter anderem in der Textilverarbeitung eingesetzt, ist giftig für Fische und schwer abbaubar. Ob und in welcher Konzentration sie dem Menschen schadet, ist nicht geklärt. Grenzwerte fehlen. Trotzdem haben die Tester die Schadstoffe kritisch beurteilt. Es geht ja auch ohne.
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