Wenn Menschen bei einem Brand ums Leben kommen, dann meist deshalb, weil sie das Feuer nicht bemerken und im Schlaf ersticken. Den besten Schutz davor bieten Rauchmelder. Wichtigste Aufgabe dieser potenziellen Lebensretter: Krach machen, wenn Gefahr droht. 16 Geräte waren im Test. Nur jedes zweite erzielte ein gutes test-Qualitätsurteil. Ein Melder erwies sich sogar als zu leise und bekam ein Mangelhaft.
Rauchmelder 01/2013 - Rauchmelder mit Lithium-Langzeitbatterie
- Bavaria BARM210
- FireAngel ST-620-DET
- FlammEx K 10 long FMR 3286
- Kidde Q1 Modell 10Y29
- Pyrexx PX-1
- Unitec HS-103
- Abus RM 20 Li
- Detectomat HDv sensys
- Ei Electronics Ei650
Rauchmelder 01/2013 - Rauchmelder mit Alkaline-Batterie zum Wechseln
- GEV FMR 4023 Typ NG-739
- Siterwell GS 506
- Unitec EIM-202
- Abus RM 10 VdS
- Ikea Optische Rauchwarnanlage Model 29HIK
Rauchmelder 01/2013 - Funkvernetzbare Rauchmelder
- Minimax Funk-Rauchmelder MX 200
- Hekatron Genius Hx mit Funkmodul Basis
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Testsieger mit Langzeitbatterie
Rauchmelder mit Langzeitbatterie schnitten im Test am besten ab. In ihnen steckt eine Lithiumzelle, die normalerweise genügend Kapazität besitzt, um den Melder für zehn Jahre mit Strom zu versorgen. Danach haben die Geräte ohnehin ausgedient und müssen ersetzt werden. Empfehlenswert sind diese langlebigen Melder vor allem für diejenigen, die möglichst selten auf die Leiter klettern wollen, um Batterien zu ersetzen. Die Tester überprüften insgesamt 9 dieser hochwertigen Melder. 5 davon schnitten gut ab. Je zweimal lauteten die Urteile befriedigend oder ausreichend. Kritikpunkte waren unter anderem Batterien mit relativ geringer Kapazität und mangelnde Robustheit beim Falltest.
Beim Preisvergleich Batteriewechsel einkalkulieren
Die guten Rauchmelder mit Langzeitbatterie im Test sind für 27 und 35 Euro erhältlich. Billiger beim Kauf sind Rauchmelder mit einfachen Alkalinebatterien. Aus dieser Gruppe waren 5 Melder im Test – zweimal lautete die Note gut, dreimal befriedigend. Die Preise der Guten liegen bei 10 und 13 Euro. Dazu kommen dann im Lauf der Zeit aber die Kosten für Batteriewechsel. Weiterer Nachteil: Das Signal, das – oft nervtötend und zur falschen Zeit – auf eine demnächst leere Batterie hinweist, ertönt bei den Meldern mit Alkalinebatterie etwas häufiger.
Die große Lösung: Funkvernetzbare Rauchmelder
Rauchmelder sind in der Wohnung vor allem dort „ein Muss“, wo sie schlafende Personen vor dem Erstickungstod schützen. Am wichtigsten sind sie in Schlaf- und Kinderzimmern sowie in Fluren. So können sie auch den Fluchtweg sichern, der bei einem Brand zum Telefon und zur Wohnungstür führen würde. Je größer das Haus und je mehr Zwischentüren das Alarmsignal dämpfen, desto sinnvoller sind Funkmelder. Deren Prinzip: Registriert ein Melder verdächtigen Rauch, funkt er dies an die anderen Melder und alle alarmieren gemeinsam. Im Praxistest konnte selbst eine Stahlbetondecke die Kommunikation nicht blockieren. Ein exemplarisch geprüftes Funkmeldersystem erzielte die Note „gut“. Ein anderes mussten die Tester allerdings auf „mangelhaft“ abwerten, weil die Lautstärke der Alarmtöne nicht den Anforderungen der Norm entsprach.
Vielerorts bereits Pflicht
Viele Landesbauordnungen fordern Rauchmelder – im offiziellen Sprachgebrauch Rauchwarnmelder – in Wohnungen – in der Regel in Schlaf- und Kinderzimmern sowie in Fluren, die als Fluchtweg dienen: Vorreiter sind Saarland, Rheinland-Pfalz, Hessen, Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Neu ist die Pflicht in Bayern. Fürs Nachrüsten gelten zum Teil noch Übergangsfristen: Rauchmelder: In vielen Bundesländern Einbaupflicht.
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