17.04.2012

Tages­geld und Fest­geld: Filial­banken bieten nur selten gute Zinsen

Zu kompliziert, zu unsicher, zu abstrakt – nicht alle Sparer mögen Online­banking. Die Stiftung Warentest hat daher für die Mai-Ausgabe der Zeit­schrift Finanztest die Tages- und Fest­geldzinsen der bundes­weit tätigen Filial­banken verglichen. Wirk­lich gute Zinsen für Spargeld gibt es nur bei sehr wenigen nieder­gelassenen Banken.

Rund 2 Prozent beträgt der Zins­unterschied für Tages- und Fest­geld zwischen vielen Direkt- und Filial­banken. Wer Wert auf den persönlichen Kontakt vor Ort legt, muss daher deutliche Einbußen in Kauf nehmen – und häufig sogar einen Wert­verlust des Geldes. Bei den meisten Angeboten liegen die Zinsen unter der Inflations­rate.

Nur eine einzige nieder­gelassene Bank schafft es beim Tages­geld derzeit in die Top-20-Liste von Finanztest. Die Sant­ander Bank bietet aktuell 2,02 Prozent im Jahr. Die Sant­ander Consumer Bank und die Targo­bank liegen mit 1,61 bzw. 1,60 Prozent pro Jahr schon deutlich darunter. Gar keine Zinsen für Tages­geld gibt es bei der Deutschen Bank, der Post­bank, der Commerz­bank und der Hypo­ver­eins­bank.

Auch beim Fest­geld gibt es für Sparer kaum Angebote, die mit denen von Direkt­banken konkurrieren können. Einzig die Sant­ander Consumer Bank schafft es mit 2,75 Prozent Zinsen pro Jahr für ein zweijäh­riges Fest­geld gerade noch unter die 20 besten Anbieter. Die meisten bundes­weiten Filial­banken bieten für Fest­geld nur zwischen 1 und 2 Prozent Zinsen pro Jahr.

Der ausführ­liche Test Zinsen für Filialkunden ist in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und online unter www.test.de/thema/fest­gelder veröffent­licht.