Xbox, Playstation und Wii: Wettkampf der Spielkonsolen

Xbox, Playstation und Wii Test

06.05.2011

Körpereinsatz statt Knöpfchen­drücken. So heißt das Motto bei den drei getesteten Spielkonsolen mit Bewegungssensoren. test hat sie in den Wettkampf geschickt: mit Sport-, Fitness- und Partyspielen. Das Fazit: Spaß macht es fast immer.

Xbox, Playstation und Wii
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Tester zwischen 13 und 70 Jahren

Seit Ende 2010 sind es jetzt drei Konsolen, die sich durch die Bewegungen der Spieler steuern lassen: Nintendo Wii, Sony Play­station 3 Move und Microsoft Xbox 360 mit Kinect-Sensor. Jede einzelne hatte test.de bereits im Schnell­test. Jetzt haben die Tester sie erst­mals gegen­einander antreten lassen. Sie wollten wissen, was die Konsolen tech­nisch draufhaben und was die zugehörigen Sport-, Fitness- und Party­spiele bieten. Im Praxis­test spielten 17 Personen im Alter von 13 bis 70 Jahren sechs Wochen lang mit den Konsolen. Insgesamt mit 10 Spielen: Sport­spiele wie Bowling, Beachvolleyball und Tisch­tennis, Fitness­spiele wie Aerobic und Yoga sowie Party­spiele.

Xbox 360 mit Kinect-Sensor: Ohne Controller

Am besten als Spiel­konsole schneidet die Xbox mit Kinect-Sensor ab. Junge und ältere Tester waren begeistert von der einfachen Bewegungs­steuerung ohne Controller. Im Kinect-Sensor stecken mehrere Kameras: Sie setzen Ganz­körperbewegungen des Spielers vor dem Fernseher eins zu eins auf dem Bild­schirm um. Das macht einen Controller über­flüssig. Nachteil: Die Kinect braucht viel Platz. Damit die Steuerung genau funk­tioniert, sollte der Abstand zwischen Spieler und Bild­schirm zwei bis drei Meter betragen. Die Xbox spielt zudem sehr gut Musik und Filme von DVD ab.
Siehe auch Schnelltest Xbox 360 mit Kinect-Sensor

Play­station Move: Am präzisesten

Wer geübt ist mit Spiel­konsolen und besonderen Wert auf Präzision legt, kommt mit der Play­station Move auf seine Kosten. Sie erkennt selbst kleinste Bewegungen und genau die Position im Raum. Das verdankt sie einer auf den Fernseher gestellten Kamera, die eine Leucht­kugel am oberen Ende des Control­lers ortet, sowie Dreh- und Beschleunigungs­sensoren. Auch wenn es um schnelle Reaktionen geht, schlägt die Move ihre Kontrahenten. Allerdings empfanden die Tester die Kalibrierung des Control­lers vor dem Spiel und bei Spieler­wechsel recht aufwendig. Die Play­station ist mit rund 350 Euro die teuerste Konsole. Sie bietet neben einem integrierten Musikspieler als einzige auch einen Blu-ray-Player.
Siehe auch Schnelltest Playstation Move

Wii: Erfolgs­erleb­nisse für Anfänger

Für Anfänger gut geeignet ist die Nintendo Wii. Manche Ergo­therapeuten setzen sie im Seniorenheim ein. Denn sie erlaubt Bewegungs­spiele zum Teil im Sitzen: Eine auf dem Fernseher angebrachte Sensor­leiste erfasst nur die Bewegungen des Control­lers, nicht aber des Spielers. Schwingt der beim Tennis nur den Arm, führt die Konsole die best­mögliche Bewegung aus und schickt die Spielfigur zum Netz. So ist auch Schummeln möglich. Den Spielspaß trübt das aber nicht unbe­dingt: Anfänger haben schnell Erfolgs­erleb­nisse. Die Wii ist tech­nisch die älteste Konsole, was sich in der Grafik bemerk­bar macht. Bild- und Tonqualität können nicht mit Play­station 3 und Xbox 360 mithalten, und zum Abspielen von Musik und Filmen ist die Wii unge­eignet. Beim Strom­verbrauch schneidet sie dagegen am besten ab.
Siehe auch Schnelltest Nintendo Wii (Spiel Wii fit)
und Schnelltest Cyberbike für Nintendo Wii

Trainieren wie im Fitness­studio

Im Praxis­test haben die Tester die Herz­frequenzen der Spieler gemessen: Die Belastung war bei den Fitness­spielen am intensivsten. Als Einstieg in den Gesund­heits­sport sind sie durch­aus geeignet – am besten „Your Shape“ für die Microsoft Kinect: Ein Trainer führt die Übungen vor, bei falsch ausgeführten Bewegungen gibt er Korrekturtipps. Zwar bieten die Fitness­spiele weder individuelle Beratung noch personalisierte Übungs­programme und ersetzen auch kein Ausdauertraining. Doch wer sich moti­vieren kann, allein vor dem Fernseher Übungen zu absol­vieren, trainiert ähnlich wie in Kursen im Fitness­studio.

Mehr­spielermodus bringt höchsten Spaß­faktor

Von den getesteten Sport­spielen kam „Kinect Sports“ am besten an. „Sports Champions“ für die Play­station bewerteten die Tester dagegen differenziert: Beim Tisch­tennis ist zwar dank präziser Erkennung von Hand­drehungen virtuelles „Schnippeln“ möglich, beim Bogenschießen werden die Möglich­keiten der Konsole aber nicht ausgeschöpft. Bei den Sport- und Party­spielen können oft zwei oder mehr Spieler gleich­zeitig agieren. Das Fazit der Tester: In der Gruppe zu spielen, erhöht den Spaß­faktor enorm. Mitspieler im Wett­kampf her­auszufordern, steigert die Motivation und somit auch den Spaß. Nicht bei allen Spielen gelingt das gleich gut: Enttäuscht waren die Tester vom Kinect-Spiel „Game Party in Motion“. Das im Liefer­umfang der Konsole vorhandene „Kinect Adventures“ kam deutlich besser an.

Die vollständige Fassung des Tests enthält auch eine Beur­teilung aller im Praxis­test einge­setzten Spiele.

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