Fujifilm FinePix S5800
Testkommentar: Die Digitalkamera Fujifilm FinePix S5800 ist sehr groß und schwer und kann in wichtigen Parametern manuell eingestellt werden. Als Besonderheit verfügt sie über ein Filtergewinde (46 Millimeter), um Filter beziehungsweise Vorsatzlinsen zur Brennweitenveränderung anzusetzen. Gegen den Einsatz als täglicher Begleiter sprechen allenfalls ihre Abmessungen (zehn Zentimeter dick) und ihr Gewicht (deutlich über 400 Gramm). Allerdings steckt in diesem Gehäuse auch ein Objektiv mit großem Brennweitenbereich (Zoomfaktor knapp 9fach). Die Kamera legt den Schwerpunkt zu Lasten eines echten Weitwinkels auf gute Telebrennweite. Die Kamera ist mit einer Anfangsblende zwischen 3,5 bei Weitwinkel und 3,7 im Telebereich über den gesamten Brennweitenbereich fast gleich lichtstark. Angesichts der großen Brennweite wäre ein echter, optomechanischen Verwacklungsschutz hilfreich. Der ist jedoch nicht vorhanden. Vielmehr stellt diese Fuji bei wenig Licht eine geringere Auflösung und eine höhere Empfindlichkeit ein, um Verwackelungen durch eine kurze Belichtungszeit zu verhindern. Doch das ist nicht besonders wirksam und geht zu Lasten der Bildqualität, weil nun einige Details fehlen: Das Bild ist ohnehin geringer aufgelöst und es wird wegen des dennoch erhöhten Bildrauschens "glattgerechnet". In der Bildqualität rangiert die Fuji insgesamt aber am besseren Ende der bislang im Jahr 2008 geprüften Kameras. Auch Aufnahmen bei wenig Licht sind akzeptabel und der eingebaute Blitz ist für eine Kompaktkamera überdurchschnittlich "gut". Für schnelles, sicheres Scharfstellen auch unter schlechten Lichtverhältnissen ist ein Autofokus-Hilfslicht vorhanden.
Die Auflösung korrespondiert nicht mit der Zahl der Bildpunkte des Sensors, das ist ein kleines Manko. Die Videofunktion ist mäßig, trotz der auf dem Papier guten technischen Parameter (Aufzeichnung mit bis zu 640 mal 480 Bildpunkten bei 30 Bildern pro Sekunde im Dateiformat .avi). Immerhin können Videoclips so lange aufgezeichnet werden, bis die Speicherkarte voll ist. Unterstützt werden Speicherkarten vom Typ MMC, SD, SDHC sowie, in einem zweiten Kartenschacht, auch solche vom Typ xD. Mitgeliefert ist keine Speicherkarte, der interne Speicher hat 26 MByte Kapazität. Die Makrofunktion (Fotografieren besonders kleiner Dinge) ist ihren Namen wert. Die Kamera kann in diesem Modus auf sehr nahe Objekte scharf stellen, die kleinste darstellbare Fläche beträgt fünf Quadratzentimeter.
Im Alltag fällt positiv auf, dass diese Fuji zur Belichtungskontrolle ein Histogramm (Diagramm mit der Verteilung der Helligkeitswerte) einblenden kann. Dennoch ist das manuelle Scharfstellen nicht einfach. Trotz des großen Brennweitenbereiches stellt die Fuji recht schnell scharf und hat auch einen klassenüblichen Kaltstart und eine ebensolche Serienbildfolge. Der Autofokus arbeitet jedoch nicht kontinuierlich, sondern in Stufen. Das erschwert exaktes Scharfstellen. Die Fuji hat einen elektronischen Sucher (LCD). Er gibt den ausgewählten Bildausschnitt sehr genau wieder, ist jedoch nicht sehr hilfreich: Er zeigt ein grobkörniges, verrauschtes Bild bei wenig Licht und hat auch Darstellungsprobleme bei hellem Umgebungslicht. Der Monitor ist keine echte Alternative – "befriedigend". Der Stromversorgung dienen Standardzellen, es können NiMH-Akkus eingesetzt werden. Die Betriebsdauer mit einem Akkusatz ist "sehr gut". Allerdings liegen der Kamera nur vier Batterien (Format AA) bei. Es sind weder Akkus noch Ladegerät mitgeliefert.
Besonderheiten: Es gibt die Funktion Gesichtserkennung-AF. Aufgenommene Fotos können bereits in der Kamera gedreht werden. Es ist keine Software zur Bildbearbeitung mitgeliefert.
Fazit: Große Kamera für Preisbewusste: Großer Brennweitenbereich, akzeptable Bildqualität, manuelle Steuerung möglich.
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sehr gut (0,5-1,5) |
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gut (1,6-2,5) |
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befriedigend (2,6-3,5) |
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ausreichend (3,6-4,5) |
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mangelhaft (4,6-5,5) |
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= optional -
Führt zur Abwertung -
Nicht lieferbar. -
Die Stiftung Warentest untersucht die Betriebsdauer seit April 2010 nicht mehr. Der Test ist aufwändig und heute wenig relevant: Moderne Kameras haben alle ein ähnliches Niveau. Ersatz für den Test: Angabe der Cipa-Zyklen unter Ausstattungsmerkmale. - Online-Preise (ohne Versandkosten) ermittelt durch idealo.de.
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= ja -
= nein -
= optional -
Bei maximal 2 Gigabyte Dateigröße. -
Angabe laut Anbieter. -
Normierte Brennweite: 1 = Normalbrennweite, kleiner 1 = Weitwinkel, größer 1 = Telebrennweite (kleinster Bildwinkel).
Fujifilm FinePix S5800
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- Qualitätsurteil