PC-Flachbildschirme: Mehr als ein Hingucker
Gut sehen sie aus, die PC-Flachbildschirme. Sie punkten mit Design, prima Bild und immer günstigeren Preisen. Fazit des Tests: Die meisten sind nicht nur schön, sondern auch gut.
Flach ist beliebt: Gut jeder zweite der 1,3 Millionen Computer-Monitore, die deutsche Käufer im ersten Vierteljahr 2003 heimtrugen, war ein Flachbildschirm. test hat 14 geprüft und klärt über die häufigsten Irrtümer auf.
Irrtum 1: TFTs sind nichts für Spielefans
Das war einmal. Nur noch 26 Millisekunden betrug die Reaktionszeit im Test im Schnitt. Normale PC-Nutzer mit Spaß an Computerspielen kommen damit wunderbar klar, lediglich eingefleischte Spielefans dürften den Unterschied zum Röhrenmonitor bemerken. Aber der TFT (Thin Film Transistor) von Benq mit 15 Millisekunden Reaktionszeit genügt selbst ihren Ansprüchen. Wenig Spaß hätten sie dagegen am Fujitsu Siemens: Er hat nur theoretisch eine gute Reaktionszeit. Aber bei schnellen Bewegungen stören helle nachziehende Spuren.
Irrtum 2: TFTs haben alle ein prima Bild
Im Vergleich zu Röhrenmonitoren schon. Aber im Vergleich untereinander strenger unter die Lupe genommen, hinken Vobis TFT 767 und Fujitsu Siemens C17-2 mit „befriedigendem“ Bild den anderen hinterher. Auch bei den „guten“ Monitoren gab es Kritik, mal wegen starker Reflexionen (Sony, Philips), mal wegen kleinem Betrachtungswinkel (LG, Hyundai, Benq, Samsung). Das heißt, dass bei Sonnenschein die PC-Arbeit schwer fällt. Oder dass nur zwei Zuschauer DVDs schauen können, weil der dritte von der Seite nicht mehr viel sieht.
Irrtum 3: Handhabung spielt keine Rolle
Stimmt nicht. Denn wer Freude am Bildschirm haben will, muss ihn optimal einstellen können. Umso besser, wenn das Menü im eingeblendeten Dialogfenster gut gestaltet ist. Besonders leicht zu bedienen war es beim LG Flatron, am unübersichtlichsten beim Vobis-TFT.
Praktisch: Direkttasten am Rahmen. So haben zwar alle Geräte eine Auto-Setup-Taste für automatische Einstellungen, Kontrast und Helligkeit waren aber nur an fünf Monitoren direkt per Taste wählbar: Iiyama, Benq, LG, Belinea, Gericom.
Irrtum 4: Ausstattungsdetails zählen nicht
Und ob, sie können sogar ausschlaggebend sein. Integrierte Lautsprecher zum Beispiel taugen immerhin zur Hintergrundberieselung – nur drei Monitore im Test verzichten darauf. Gut zu wissen: Bei Philips ist die Lautsprecherbox abnehmbar. Sie hängt unterm Bildschirm und stört beim Einstellen der Höhe. Vier Monitore haben zum analogen einen DVI-Eingang. Dadurch entfällt die Umwandlung vom digitalen in ein analoges Signal und zurück. Wer dies nutzen will, braucht einen PC mit DVI-Ausgang. Dann bekommt er noch kontrastreichere Details, intensivere Farben und eine kinderleichte Bildeinstellung.
Irrtum 5: Alle TFTs sind superleicht
Mit Einschränkung: So wiegt zwar der 15-Zoll-Monitor von Iiyama zarte 2,9 Kilogramm. Wer sich aber für den 17-Zoll-TFT von Vobis entscheidet, muss gut doppelt so viel stemmen. Immerhin lassen sich alle TFTs im Test neigen und mit zugekaufter Halterung auch an der Wand befestigen. Die von Philips und Eizo sind höhenverstellbar. Die Füße der Test-TFTs sind im Schnitt 18 Zentimeter tief, ihre Schirme 6 Zentimeter. Wichtig: Betrachten Sie Ihren Wunschmonitor auch von hinten. Denn frei aufgestellt soll er durch einen schönen Rücken entzücken.
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