PCs: Unelegant, praktisch
Wer mehr Rechnerleistung braucht und auf die Mobilität von Notebooks verzichten kann, wählt besser einen stationären PC. „Gute“ gibt es ab 745 Euro.
Ästheten und mobile Leute kaufen nichts anderes als Notebooks, Pragmatiker greifen lieber zum stationären Rechner. Zu Recht: Die geprüften Schreibtisch-Rechner sind ein paar hundert Euro billiger und ein paar zehntel Noten besser als Notebooks.
Als Überflieger geht allerdings kein PC durch. Klar, für das Schreiben von Mails, das Surfen im Internet, Online-Bankgeschäfte und dergleichen alltägliche Anwendungen taugt im Grunde jeder der getesteten PCs. Da entscheiden eher der Stromverbrauch (das grenzt den hierbei nur „ausreichenden“ HP aus), die Ausstattung (TV-Karte bei Dell), die Konnektivität (Funknetzschnittstelle „WLAN“ bei Apple und HP) und die interne Erweiterbarkeit („sehr gut“ bei Dell und Fujitsu-Siemens). Doch bei Multimedia und 3D-Spielen brechen sie keine Rekorde.
Der Rechner für Spiele
Bei Spielen ist der Vorsprung der mit 800 Euro ja gar nicht so billigen Rechner vor den Notebooks erstaunlich dünn. Sie schneiden hier nur einmal „gut“ ab, sonst „befriedigend“ oder sogar nur „ausreichend“. Die Folge: Manche 3D-Spiele (etwa aufwendige Autorennen) laufen ruckelig oder nur mit reduzierten Grafikeffekten. Am besten setzt sich der PC von Lenovo in Szene – und er hat einen Griff zum Mitnehmen zur Netzwerkparty.
Tipp: Bessere als die eingebauten Grafikkarten sind an den höheren Typziffern erkennbar, etwa Radeon X1900 oder GeForce 8800. Doch die sind oft nicht passiv gekühlt und nerven mit lautem Lüfter.
Der Rechner für Multimedia
Ähnlich ausgeglichen wie bei 3D-Spielen präsentieren sich die Ergebnisse im Prüfpunkt „Multimedia“. Sechs von zehn Notebooks im Test sind hierbei „gut“ und auf Augenhöhe mit vielen stationären Rechnern. Nur der HP Pavilion Media Center schneidet deutlich besser ab. Immerhin stehen die grauen Kisten vor dem Sprung ins Wohnzimmer: als Festplattenrekorder, als Wiedergabegerät für Filme aus dem Internet, als Schnittplatz für Videos und zusammen mit dem Fernsehgerät als „Diaprojektor“ für Digitalfotos.
Tipp: Mehr Prozessorleistung, zum Beispiel mit Core 2 Duo E6700 oder Athlon 64 X2 6000+, und viel Arbeitsspeicher (ab zwei Gigabyte) verkürzen die Arbeitszeiten beim Videoschnitt und bei der Bearbeitung digitaler Bilder deutlich.
Der Mac mini für Ästheten
Der Winzling von Apple wird liebevoll „Keksdose“ genannt und trägt auf keinem Schreibtisch besonders dick auf. Damit stiehlt er noch so manchem Notebook die Schau. Doch intern ist er etwa so schlecht erweiterbar wie ein Notebook. Und externe Erweiterungen über USB mindern die Ästhetik beträchtlich. Dafür kann er parallel zu Apples Betriebssystem Mac OS X mit Windows betrieben werden. Vor- und Nachteile dieser Lösung sind die gleichen wie beim MacBook (siehe Tabelle).
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Testtabelle: PCs
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