Notebooks: Leicht, schnell und leise

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test 04/2004

Schreibtisch-PCs sind groß, schwer und unersättlich. Doch ihre Zeit ist vorbei. Notebooks sehen besser aus und leisten ebenso viel – zumindest die besseren ihrer Art.

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Herz, was willst Du mehr? Die besten Notebooks im Test sind leicht und leise, erzeugen wenig Wärme, lassen mit ihrem Breitbilddisplay zumindest fürs Auge Kinogefühl aufkommen und taugen sogar für anspruchsvolle Spiele. Abgesehen vom Preis gibt es kaum noch einen Grund, dem klobigen Schreibtisch-Computer treu zu bleiben.

Das Geheimnis heißt Centrino

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Dem PC den Laufpass gegeben.

Die Ursachen für so gravierende Fortschritte liegen in der Centrino-Technologie. Sie ist jetzt ein Jahr alt – ein Jahr, in dem die Zahl verkaufter Notebooks um 40 Prozent nach oben schnellte. Centrino heißt unter anderem:

  • Das Herzstück, der Prozessor, arbeitet mit einer Taktge­schwindigkeit von „nur“ 1,4 bis 1,7 Gigahertz. Das spart Strom und produziert weniger Wärme. Desktop-PCs bieten 3 Gigahertz und mehr. Dennoch ist der Leistungsabfall längst nicht so hoch, wie die halbierte Taktfrequenz vermuten lässt. Das Centrino von Acer bietet sogar eine „gute“ Leistung. Dabei haben wir übrigens die gleichen Maßstäbe angelegt wie bei normalen PCs auch.

Tipp: Centrino ist gut, wenn das Notebook viel unterwegs benutzt wird. Als Ersatz für den Schreibtisch taugen klassische Notebooks besser, denn sie bieten meist mehr Leistung fürs Geld.

  • Centrino-Notebooks sind besonders kontaktfreudig. Sie haben eine integrierte Funknetz-Schnittstelle, mit der man in Hotelhallen, auf dem Flugplatz, in Cafés und auf öffentlichen Plätzen kabellos ins Internet gehen kann. Das geschieht in so genannten „Hotspots“. Wo diese „heißen Punkte“ zu finden sind, erfahren Sie zum Beispiel unter http://intel.jiwire.com/. Dort sind für Deutschland derzeit über 1 000 Zugangspunkte aufgeführt.

Tipp: Schalten Sie die Funkschnittstelle bei Nichtgebrauch ab. Das spart Energie und der Akku hält länger durch. Außerdem sperrt das auch Angreifer aus.

Centrino oder „normales“ Notebook?

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Separate Steuerungstasten: Da läuft die Musik-CD auch mit geschlossenem Deckel.

Die Entscheidung für oder gegen Centrino ist einfach: Wie viel Geld können Sie ausgeben, wie viel Leistung oder Komfort brauchen Sie? Im Schnitt, aber nicht immer, sind Centrinos teurer, laufen länger pro Akkuladung, sind jedoch nicht so leistungsfähig, aber leichter und leiser als Notebooks mit klassischen Pentium- oder AMD-Prozessoren. Die integrierte Funkschnittstelle ist dagegen kein Argument, denn die bekommen Sie bei anderen Notebooks mit einer rund 30 Euro teuren Funkschnittstellenkarte auch.

Auch die Centrino-Technologie hat nichts daran geändert, dass Notebooks im Vergleich zu ihren Schreibtisch-Kollegen von allem etwas weniger haben. Beim Platzbedarf, beim Energieverbrauch und bei der Geräuschentwicklung halten sie sich wohltuend zurück. Dafür drehen sie die Leistungsschraube zurück. Das stört niemanden, der mit dem Notebook Alltagsarbeit verrichten will. Texte schreiben, im Internet surfen, eine DVD abspielen – das können sie alle gut genug.

Der Trend zum leisen Notebook

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Steckplätze für Speicherkarten für Freunde der digitalen Fotografie.

Die Centrinos brechen den Trend zu immer lauteren, weil mehr Hitze produzierenden Notebooks. Bei den sechs leisesten Modellen (Apple iBook, Dell, Fujitsu Siemens, Hewlett Packard, Samsung und Toshiba) hörten wir den Lüfter kaum. Nur CDs und DVDs surren noch immer laut.

Dieses Talent hat Schule auch bei den Nicht-Centrinos gemacht: Das leistungsfähigste Notebook im Test (Toshiba) ist ebenfalls ein Leisetreter, obwohl es mit einem normalen, heißen Prozessor läuft.

Tipp: Wählen Sie unbedingt ein sehr leises Notebook. Denn Ruhe schont die Nerven und es arbeitet sich gleich besser.

Kleine Lautsprecher, putziger Klang

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Vor allem die Notebooks mit Breitbild (bei Apple schon vor drei Jahren eingeführt) pro­fitieren von der geringen Geräuschku­lisse. Verfügen sie über ein DVD-Laufwerk, taugen sie sogar als transpor­tables Heimkino. Zwar ist der Klang der kleinen Lautsprecher eher putzig denn bombastisch, doch wenigstens stört kein perio­disch aufbrausender Lüfter. Das DVD-Laufwerk fehlte in unserer Testriege keinem Gerät.

Vorteile des Breitbildformats

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Breitbild (Widescreen) sorgt mit nur noch schmalen schwarzen Balken fast für Kinogefühl.

Was bringt das Breitbild? In erster Linie weniger schwarze Ränder im oberen und unteren Bildrand beim Abspielen einer DVD. Das „Testbild“ zeigt das deutlich. Zwar entspricht das Format nicht exakt dem im Kino, doch besser als im klassischen 4:3-Format sehen die Filme allemal aus. Aber auch beim Arbeiten bringt der breite Bildschirm viel Gewinn: Es können zwei Fenster – eins für das Textprogramm, eins fürs Internet – gut nebeneinander platziert werden. Vor allem Programme mit Werkzeugpaletten profitieren davon. Die Arbeitsfläche des Bildbearbeitungsprogramms Photoshop beispielsweise steht uneingeschränkt für das Bild zur Verfügung. Die Werkzeugpaletten werden daneben platziert.

Tipp: Breitbild ist eine gute Option, meiden Sie jedoch bei der hier geprüften 15-Zoll-Klasse (um 37 cm Bilddiagonale) höhere Auflösungen als die üblichen, augenfreundlichen 1280 x 800 Punkte.

Wenig Spaß für Spielernaturen

Spielernaturen jedoch, die virtuell chrom­blitzende Boliden über die Rennstrecke oder Monster im dunklen Kerker jagen wollen, müssen noch zu den Dinosauriern der Computerwelt greifen – den grauen Kisten, PC genannt. Das gilt selbst bei den im Prüfpunkt 3D-Spiele „guten“ Notebooks von Gericom, Fujitsu Siemens, Targa, Toshiba und Yakumo. Sie taugen zwar für heutige Spiele – doch den demnächst folgenden ist das Notebook nicht gewachsen. Anders beim PC. Dem wird eine neue Grafikkarte eingesetzt, und er macht es noch ein weiteres Jahr.

Trends 2004

Die Diskette ist tot, nur das Sony hat dafür noch ein Laufwerk. Das verschwendet viel Platz für Sachen, die mit einem USB-Speicherstick besser gehen. Ebenso werden serielle und Parallelschnittstelle unwichtig. Stattdessen gibt es USB und Firewire.

Ruhezustand statt abzuschalten ist in. Die in dem Punkt guten Dell, Hewlett Packard und Toshiba brauchen aus dem Tiefschlaf nur um die zehn Sekunden bis zur Arbeitsbereitschaft. Flinker gehts kaum. Gericom braucht 24 Sekunden.

Die Datensicherung, Backup genannt, ist gerade bei Notebooks wichtig. DVD-Brenner sind dafür besonders gut geeignet. Im einfachsten Fall – für ein paar Texte – tut es auch ein USB-Stick.

Wer das Notebook nicht als mobilen Begleiter braucht, hat eine ansehnliche Alternative: Ein normaler PC wird mit Flachbildschirm, Funktastatur und Maus aufgewertet. Das ist im Paket für weniger als 1 000 Euro zu haben. Der Rechner verschwindet in einer Ecke. Nur das Monitorkabel geht zum Arbeitsplatz. Der flache Bildschirm trägt nicht so auf wie ein Röhrenmonitor, gleichzeitig haben Sie ein günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis und die Option, über den Tausch von Komponenten wie Grafikkarte und DVD-Brenner neuen Anforderungen gerecht zu werden. Und entrümpelt ist der Schreibtisch so auch ohne Notebook.

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