Internettarife: Von Baukästen und Pauschalpaketen

Internetprovider Test

test 06/2007

Die Darstellung von Internettarifen auf den Anbieterseiten ist oft ein Verwirrspiel. Das sollten Sie wissen, um den passenden zu finden:

Internetprovider

Anschlussarten: Traditionell setzt ein DSL-Anschluss einen Festnetztelefonanschluss voraus. Der kann von der T-Com oder von einem alternativen Telefonanbieters stammen, die oft günstige Pakete aus Festnetz- und DSL-Anschluss anbieten. Neu sind sogenannte „entkoppelte“ DSL-Anschlüsse von freenet oder Alice, bei denen die Telefonleitung als reine DSL-Leitung funktioniert, ohne dass man noch einen Festnetztelefonanschluss buchen muss. Wagemutige Technikfreunde können so Kosten sparen, wenn sie beim Telefonieren ganz auf Handy oder Internettelefonie umsteigen.

Datenraten: Die wichtigste Kenngröße eines Breitband-Internetanschlusses ist die maximale Download-Datenrate. Wer den Anschluss nur für E-Mail und Surfen nutzt, kommt mit einem günstigen 1000er oder 2000er Anschluss aus. Einen schnelleren Anschluss braucht, wer oft mit mehreren Rechnern gleichzeitig surft oder sehr große Datenmengen bewegt. Wer häufig viele Daten ins Netz hochlädt – etwa bei Onlinebestellungen von Fotoabzügen – profitiert zudem von einer hohen Upload-Datenrate.

Datentarife: Bei der Abrechnung des Datenverkehrs haben sich weitgehend Flat­rate-Tarife durchgesetzt, bei denen man gegen eine monatliche Pauschale unbegrenzt surfen kann. Oft sind Internetflatrates schon im Basispreis enthalten, manchmal muss man sie noch hinzubuchen. Vereinzelt gibt es auch noch Tarife mit Abrechnung pro Onlinezeit oder Datenvolumen. Hier muss man sein Surfverhalten sehr gut kennen, um die laufenden Kosten kalkulieren zu können. Unser Tarifüberblick (siehe Tabelle „Internettarife“) beschränkt sich auf Tarife mit Internetflatrate.

Versteckte Kosten: Oft verstecken Anbieter wichtige Kostenfaktoren in unscheinbaren Fußnoten. Typische Fallen: DSL-Anbieter und Kabelnetzbetreiber werben mit niedrigen Preisen für Internetzugänge, verstecken aber die Kosten für den vorausgesetzten Festnetz- oder Kabelanschluss. Oder sie preisen ihre VoIP-Flatrates ins Festnetz, erwähnen aber nicht, was Gespräche in Mobilfunknetze kosten. Ebenfalls verbrei­tet: vermeintlich kostenlose Zusatzdienste wie Virenschutz, die nach einer Probezeit zum kostenpflichtigen Abo werden.

Tarifübersicht: Nebenstehend finden Sie als erste Orientierung zu jedem Anbieter im Test jeweils den einfachsten Einsteigertarif und das üppigste Luxuspaket. Was sich dazwischen abspielt, ist sehr unterschiedlich: 1&1 lässt tatsächlich nur die Wahl zwischen diesen beiden Paketen, andere bieten dagegen komplizierte Baukastensys­teme verschiedener Anschlussgeschwin­dig­­keiten und Zusatzdienste.

Lesen Sie auf der nächsten Seite:
Tabelle: Internettarife

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