Handys: iPhone bringt Licht und Schatten
Das iPhone von Apple setzt Trends, allerdings keineswegs nur positive.
Apples neuester Wurf könnte auf dem Handymarkt einiges ändern. Neue Funktionen machen aus dem iPhone eine spannende Synthese aus Handy, Surfmaschine und Musikspieler. Eine „richtige“ Taste führt zurück zum Hauptmenü – egal in welches Untermenü der Nutzer sich verirrt hat. Telefonfunktion, Internet, Aktienkurse, Stadtpläne oder Musik ruft man durch Berühren des Displays auf. So viel Einfachheit war selten. Doch es gibt Mängel: Bevor man das iPhone nutzen kann, stehen ungewöhnliche Hürden. Der Käufer braucht einen PC und muss sich mit persönlichen Daten bei Apple registrieren. Die nötige iTunes-Software wird nicht mitgeliefert, man muss das über 40 Megabyte große Programm aus dem Internet laden. Und die äußerst dürftige Anleitung erklärt nicht einmal, wie man die Sim-Karte in das Handy fummelt. Erstaunliche Lücken auch bei der Ausstattung: keine Videoaufnahme, keine MMS-Nachrichten, keine Verbindung in UMTS-Netze. Ärger macht das Vertriebsmodell: Das iPhone gibt es derzeit nur in Verbindung mit einem teuren T-Mobile-Vertrag. Vodafone und debitel sind dagegen juristisch vorgegangen.
Konkurrenz holt auf
Funktionen wie im iPhone wird es künftig in vielen Mobiltelefonen geben. Brauchbare Internetfunktionen haben heute schon Mobiltelefone mit Symbian-Software wie zum Beispiel die Nokia-Modelle 5700 Xpress Music, 6110 Navigator und 6120 Classic. Auch die integrierten Musikspieler werden immer besser. Sieben aktuell geprüfte Handys speichern auf Karte oder intern mindestens 512 Megabyte: Sie bieten genug Platz für zehn oder mehr CDs im MP3-Format. Die eingebauten Kameras taugen oft als Schnappschusskameras. Vier Modelle, unter anderem Sony Ericsson K810i, stellen mit ihrem Autofokus automatisch scharf.
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