Handys: Ausgewählt, geprüft, bewertet
Im internationalen Gemeinschaftstest: 19 Mobiltelefone, darunter 13 Handys mit Kamera mit einer Bildauflösung von mehr als 1,3 Megapixel, drei Handys ohne Kamera oder mit Einfachkameras sowie drei Smartphones.
Einkauf der Prüfmuster: Bis Januar 2008.
Preise: Anbieterbefragung im Februar / März 2008
Abwertungen
Ist die Benutzerführung oder die Haltbarkeit „ausreichend“, so kann das test-Qualitätsurteil höchstens eine Note besser sein. Ist der Musikspieler „mangelhaft“, so kann das test-Qualitätsurteil maximal eine Notenstufe besser sein. Ist der Klang „ausreichend“ oder schlechter, so kann das Urteil Musikspieler höchstens eine halbe Note besser sein. Bei „ausreichender“ Standby-Dauer im GSM-Betrieb kann der Akkubetrieb höchstens eine Note besser sein.
Die Untersuchung und die Darstellung der Testergebnisse erfolgen weitgehend analog zu dem in test 1/08 veröffentlichten Handy-Test:
Telefonieren: 25 %
Die Sprachqualität beim Hören und Sprechen wurde bei Verbindungen mit einem GSM-Simulator im 900-MHz-Netz ohne und mit Umgebungslärm 70 dB (A) gemessen. Mit Prüftorso wurden die elektroakustischen Frequenzgänge in Sende- und Empfangsrichtung bei unterschiedlichem Ohranpressdruck, der Lautstärkeregelbereich und die Nebengeräuschunterdrückung sowie die empfundene Übertragungsgüte „PESQ“ gemäß ITU Standard P.862 ermittelt.
Funktion in den D-, E- und UMTS-Netzen: Mit einem GSM-Simulator werden im 900-MHz- und 1 800-MHz-Netz die maximale Sendeleistung sowie die Feldstärken eines schwachen Netzes gemessen, bei denen Bitfehlerrate (BER) und Übertragungsqualität (RX Qual) kritische Werte annehmen. Mit einem UMTS-Simulator wurde der minimale und maximale Sendepegel bestimmt und das Handover zum GSM-Netz geprüft. Die Handhabung beim Wählen und Telefonieren bewertet Gespräche annehmen, Rufnummern wählen, Telefonbuch und Speicher bedienen, Anzeigen eingegangener Anrufe, Wahlwiederholungen und Bewertung des Schalldrucks der Klingellautstärke. Display Wählen und Telefonieren beschreibt die Erkennbarkeit bei verschiedenen Lichtverhältnissen und den Informationsgehalt bezüglich des Telefonierens.
Textnachrichten (SMS): 10 %
Bewertet wurden das Empfangen, Lesen, Eingeben, Senden, Archivieren und Bearbeiten von Textnachrichten (SMS).
Akkubetrieb: 20 %
Vorbereiten der Akkus durch mehrere Lade- und Entladezyklen auf volle Kapazität. Bestimmung der nutzbaren Akkukapazität durch Aufzeichnen des zeitlichen Verlaufs des Lade-/Entlade-Stroms. Mit Messungen des Stromes wurden Telefonierdauer (Mittelung bei verschiedenen Sendeleistungen), Standby-Dauer (Handy ruhend) und die Betriebsdauer bei hellem Display bestimmt. Ladedauer: Gemessen vom Abschalten des Telefons bis zur Anzeige „Ladevorgang beendet/Akku voll“. Auch wurde bewertet, ob Akku vom Anwender tauschbar.
Benutzerführung: 5 %
Fünf Handynutzer, darunter ein Fachmann, bewerteten die mitgelieferte Bedienungsanleitung und die Inbetriebnahme (Lesbarkeit, Verständlichkeit, Vollständigkeit) sowie das Menüsystem (Struktur, Selbsterklärung, Möglichkeit von Fehlbedienungen).
Transport: 10 %
Gewicht, Abmessungen und subjektive Trageigenschaften in verschiedenen Taschen sowie Tastenverriegelung wurden bewertet.
Haltbarkeit: 5 %
Bruchfestigkeit: Bis zu 50 Stürze aus 80 cm Höhe in einer Falltrommel in Anlehnung an DIN EN 60 065.
Feuchtigkeitstest: Stehend und auf der Rückseite liegend wurden die Handys mit 5 mm Wasser je Minute beregnet. Anschließend und dann bis zu dreimal im Abstand von 24 Stunden wurde die Funktion geprüft. Darüber hinaus beurteilten Fachleute des Prüfinstituts die Passgenauigkeit und Solidität der Gehäuseteile, der Kontakte und Anschlüsse, des Zubehörs sowie den Schutz des Displays vor Kratzern.
Fotofunktion: 10 %
Bild: Bei verschiedenen Lichtverhältnissen wurden Fotos in bester Qualitätsstufe von ruhenden und bewegten Motiven aufgenommen, zum PC geladen und in gleicher Größe mit einem hochwertigen Farbdrucker ausgedruckt. Bewertet wurde die Auflösung, Bildschärfe, Bildgeometrie, Farbwiedergabe, Bewegungsunschärfe und Lichtempfindlichkeit.
Display: Größe, Bildschärfe, Helligkeit und Farben von Fotos auf dem Display wurden beurteilt.
Fototransfer zum Computer (Windows XP):Die Möglichkeiten über Infrarot, Bluetooth, USB sowie Speicherkarten wurden bewertet.
Musikspieler: 5 %.
Bewertet wurden die Betriebsdauer mit einer Akkuladung, die Handhabung beim Navigieren und bei der Wiedergabesteuerung, der Klang (Hörprüfung mit Klangproben aus den Genres Rock, Pop und Klassik durch zwei Fachleute), der Musiktransfer vom PC sowie wichtige Merkmale zur Kompatibilität der Audioformate und der Anschlüsse.
Vielseitigkeit: 10 %
Mit einem gewichteten Punktesystem wurden die Vollständigkeit der Ausstattung, die Nutzungsmöglichkeit als Mobiles Büro sowie als Spaß- und Spielgerät und Musik- und Videospieler bewertet.
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