Handys: Finden, hören, fühlen

Handys Test
Musik: Handy-Meditationen für unterwegs

test 01/2006

Mobiltelefone mit Spezialfunktionen erobern den Markt. Sie navigieren, spielen Musik oder sollen besonders einfach zu bedienen sein.

Handys

Der eine hätte es gern zur Orientierung beim Pilzesammeln, der andere zum Musikhören auf Reisen, ein Dritter wünscht sich einfach nur ein leicht bedienbares Handy ohne Schnickschnack. Jeden dieser Wünsche können die aktuell geprüften Handys erfüllen.

Da gibt es Funktelefone wie das Motorola A780, das zwar etwas schwerer als viele andere ist, dafür aber mit der Navigationsfunktion lockt. Unterwegs Musik hören: Das funktioniert mit 16 der 22 getesteten Handys – Headset (Mikrofon plus Kopfhörer) wird mitgeliefert. Auch für geringe Ansprüche ist gesorgt: Sechs Mobiltelefone haben keine Kamera, darunter auch bewusst „einfach“ gehaltene Modelle wie das Vodafone Simply Sagem VS 1.

Fast so gut wie MP3-Spieler

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Lachhaft einfach: Das ist bei Handys selten.

Kurz vor Weihnachten mag so mancher Nutzer vor der Frage stehen, ob er sich einen MP3-Player kauft oder doch eher ein Handy mit Musikfunktion. Um diese Frage beantworten zu können, haben wir die beiden als „Musikhandys“ beworbenen Motorola ROKR E1 und Sony Ericsson W800i exemplarisch im Test von MP3-Spielern mitlaufen lassen. Zumindest unser Handy-Testsieger Sony Erics­son W800i ist so gut wie ein Mittelklasse-MP3-Spieler. Beide Handys haben eine akzeptable Tonqualität und können 18,5 Stunden (Sony) und 16 Stunden (Motorola) nonstop Musik spielen – im Vergleich zu den Playern ebenfalls ein passabler Wert. Sie werden mit 512-­Megabyte-Speicherkarten verkauft, auf die zirka zehn CDs in guter MP3-Qualität gespielt werden können. Doch nur an das W800i kann ein „normaler“ Kopfhörer angeschlossen werden, was die Tonqualität meist deutlich verbessert. Die anderen geprüften Handys für das GSM-Netz halten im direkten Vergleich mit den MP3-Spielern nicht mit. Sie speichern meist nur wenige Songs, haben keinen Stecker für herkömmliche Kopfhörer oder werden ohne Datenkabel zum Übertragen von Musik geliefert.

Für Schnappschüsse geeignet

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Navigation: Pilze sammeln und das Auto wiederfinden.

Für den aktuellen Test wurde die Prüfung der integrierten Kameras verschärft. Neu im Prüfprogramm sind beispielsweise Auf­nahmen bei schwachen Lichtverhältnissen, wie sie in schlecht beleuchteten Räumen vorkommen. Fast alle Handykameras waren in diesem Prüfpunkt nur „ausreichend“, wenig Licht oder schnelle Bewegungen mögen sie nicht. Schnappschüsse bei Tageslicht sind zwar möglich, als vollwertiger Ersatz für Digitalkameras können aber auch die aktuell geprüften Modelle nicht dienen.

Zumindest in den technischen Werten erreichen Handys wie das Vodafone Sharp 903 jedoch einfache Digitalkameras: Es hat eine Auflösung von 3,2 Millionen Pixel und einen zweifachen optischen Zoom. Alle geprüften Handys mit Kamera bieten die Möglichkeit, kostenlos Fotos vom Handy auf einen Computer zu kopieren. Das geschieht im Idealfall über ein mitgeliefertes Datenkabel oder eine herausnehmbare Speicherkarte. Es geht aber auch via Infrarotschnittstelle oder Bluetooth-Funkverbindung.

Zwölf Stunden helles Display

Herkömmliche Handyfunktionen haben wir trotz aller Zusatztests natürlich auch geprüft, mit recht ausgeglichenen Ergebnissen: Telefonieren „gut“ heißt es für die meisten Modelle. Auch Textnachrichten (SMS) gelingen meist ohne Probleme.

Interessanter sind die Ergebnisse der Akkuprüfung. Der Testsieger Sony Erics­son W800i hat viele Zusatzfunktionen – und die besten Akkuwerte. Sein Energie­speicher kann das Farbdisplay 12,5 Stunden beleuchten. Das Samsung SGH-E730 schafft bei etwa gleich großem Display nur 3,9 Stunden. Das W800i erlaubt Dauertelefonate bis zu 8,5 Stunden. Bitte beachten: Der Akku bedient alle Funktionen. Wenn er durch ausdauerndes Musikhören fast leer ist, kann auch nicht mehr telefoniert werden.

Branding nur bei UMTS-Handys

Bei den Handys für das GSM-Netz war aus dem aktuellen Testfeld kein einziges gebrandet: Keins baut ohne Rückfrage eine kostenpflichtige Verbindung ins Internet auf. Ganz anders verhält es sich bei den geprüften UMTS-Handys: Fünf der sieben im Test sind gebrandet.

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