Handys: Alternativen zum iPhone
E-Mails, Internet, Stadtpläne, Videos, Fernsehen: Moderne Handys bieten immer mehr Funktionen. Und sogar beim Telefonieren gibt es noch Neues. Enttäuschend: Das neue iPhone schwächelt beim Regentest.
Schon in der ersten Version hatte das iPhone von Apple vorgemacht, wie spielerisch man E-Mails, Webseiten und Internetvideos aufs Handy bringen kann. Die neue Version bietet nun eine verbesserte Ausstattung, hat aber auch neue Probleme: mit der Haltbarkeit. Als Einzigem im Test macht dem iPhone 3G ein Sommerregen stark zu schaffen.
Mit dem Handy ins Internet
Ins Internet kann man auch mit anderen Handys: Die meisten haben ein E-Mail-Programm und einen Webbrowser. Doch schon die Texteingabe beim E-Mail-Schreiben ist auf den kleinen Tastaturen meist mühsam. Und die Darstellung von Webseiten krankt an den kleinen Bildschirmen. Eine Ausnahme ist das Samsung F490 mit seinem recht großen Display. Samsung versucht sich auch an einer einfacheren Bedienung. Das F490 steuert man ähnlich dem iPhone mit einem berührungsempfindlichen Bildschirm (Touchscreen). Trotzdem ist das Surfen im Netz immer noch fummeliger als beim Apple-Handy.
Neue Konzepte und Spielereien
Eine Touchscreen-Sparvariante bietet LG beim KF600 und beim Secret: Unter dem konventionellen Display haben beide zusätzlich einen Mini-Touchscreen, der kontextabhängig wechselnde Steuerelemente zeigt. Eher eine Spielerei ist eine als „Gesture Control“ (Gestensteuerung) beworbene Funktion von Sony Ericssons W380i und Z555i: Bei eingehenden Anrufen soll man sie mit einer Handbewegung vor der Handykamera ruhigstellen können. Selbst wenn das besser funktionieren würde: Der Vorteil gegenüber einer Taste bleibt unklar.
Stadtpläne auf dem Display
Immer mehr aktuelle Handys bieten die Möglichkeit, per Datenfunk Straßenkarten aus dem Internet zu laden. Nokia gibt dem E51 das Karten- und Navigationsprogramm „Nokia Maps“ mit. Das LG Secret und Sony Ericssons W890i und K660i haben die Kartensoftware „Google Maps“ an Bord. Für den Dienst als Stadtplanersatz können die Sony-Ericsson-Geräte ihren Standort über die Funkzelle bestimmen, in der sie eingebucht sind. Auf eine genaue Ortung kann man sich dabei nicht verlassen, dafür brauchen sie einen externen GPS-Empfänger.
Zeitlupe, Fernsehen, Lauftrainer
Auch sonst statten die Anbieter ihre Multimediahandys mit immer neuen Extras aus: LG wertet die Videokamera des Secret mit Zeitlupe und Zeitraffer auf. LG gibt dem HB620T ein Empfangsteil für das digitale Antennenfernsehen DVB-T mit auf den Weg. Das funktioniert allerdings nur im UHF- und nicht im VHF-Band, sodass es nicht überall alle DVB-T-Programme empfangen kann. Das mit adidas vermarktete Samsung F110 kommt mit Pulsmesser und Schrittzähler und bietet eine Lauftrainerfunktion.
Ein Handy, zwei Nummern
Aber auch zum Thema Telefonieren gibt es noch Neuigkeiten. Mit dem Samsung D880 haben wir erstmals ein Dual-Sim-Handy eines der großen Anbieter im Test. Es hat zwei Sende- und Empfangseinheiten und funktioniert mit zwei Sim-Karten zugleich. Praktisch, wenn man unter einer privaten und einer dienstlichen Nummer erreichbar sein will oder zwischen zwei Ländern pendelt. Obwohl die doppelte Sim-Technik den Stromverbrauch erhöht, schafft das D880 ansehnliche Akkulaufzeiten.
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