Handys: Alles eine Frage des Typs

Handys Test
Alles in einem: Telefon, Fotoapparat, Mini-PC, Radio und MP3-Spieler.

test 09/2005

Ob Multimediamaschine, mobiles Büro, Fotohandy oder nur Telefon – mit unserer Typberatung finden Sie unter den 20 Modellen im Test schnell das richtige.

Handys

Schon mal ein Handy gekauft? Das hört sich einfacher an, als es in Wirklichkeit ist. Da kann es passieren, dass der Verkäufer seinen Kunden mit Begriffen wie UMTS, Blackberry, i-mode, Symbian oder PoC bombardiert. Manche ziehen dann wohl mit einem fragenden Gesichtsausdruck, jedoch ohne Telefon von dannen. Mit uns können Sie herausfinden, was für ein „Han­dytyp“ Sie sind.

Der Technikfreak

Wer gern im Internet surft, greift vielleicht zum i-mode-Handy Samsung SGH-S342i von E-Plus. Es bietet einen Internetzu­gang, bei dem unter anderem E-Mails aufs Telefon weitergeleitet werden.

Wer sich mit Videotelefonie in die Augen schauen will, braucht ein UMTS-Handy (Nokia 6680). Leider ruckeln die Bilder noch immer und es gibt unschöne Sprach­verzögerungen. Überzeugt hat uns Videotelefonie noch nicht. Ganz neu für Sparsame, die aufs Bild zum Ton verzichten können, ist die Walky-Talky-Funktion PoC (push to talk over cellular). Nachteil: Das funktioniert nur bei T-Mobile und nur zwischen Mobiltelefonen, die diese neue Funktion schon unterstützen.

Der Musikliebhaber

Für alle, die unterwegs gern Musik hören, sind Modelle mit MP3-Spieler interessant. Das Klapphandy Samsung SGH- E720 hat dafür außen liegende Tasten, aber leider kann sein Speicher nicht erweitert werden. Das geht bei den anderen MP3-Handys: Zusätzliche Speicherkarten (256 Megabyte) gibt es schon ab 30 Euro. Vier Telefone haben auch ein UKW-Radio: Das Sony-Ericsson K750i sogar mit RDS, das heißt, es zeigt die Stationsnamen im Klartext.

Der Handyfotograf

Die Qualität der Handyfotos wird oft belächelt. Doch die neuen Megapixelkameras holen auf. Als brauchbares Fotohandy geht das Sony Ericsson K750i mit 2-Megapixel-Kamera und Autofokus durch. Doch dem Vergleich mit einer Digitalkamera hält es auch nicht stand. Die Bildqualität reicht immerhin für einen ganz ordentlichen Schnappschuss, der einen Computermonitor füllt. Das Datenkabel für die PC-Verbindung ist mitgeliefert, anders als beim Samsung SGH X640 und O2 LG C3320. Bei denen gelangen Fotos nur via teurer MMS oder mit einem extra zu kaufenden Datenkabel zum PC.

Einige Kamerahandys bieten die Funktion „Anruferfoto“ (LG C3320, Samsung SGH-E720). Mit der Handykamera aufgenommene Fotos werden dem Telefonbuch zugeordnet. Beim Anruf erscheint dann das passende Bild im Display.

Der Businesstyp

Ein Smartphone nutzt allen, die mobil Termine verwalten und immer Zugriff auf das Internet wie auch auf ihre E-Mails haben müssen. Das Nokia 9300 verfügt über ein aufklappbares Tastenfeld und das Sony Ericsson P910i über eine Minitastatur und einen Bedienstift. Das Siemens SK 65 mit herausdrehbarer Tastatur unterstützt Blackberry, das für Firmen entwickelt wurde, um E-Mails der Mitarbeiter sofort aufs Handy weiterzuleiten.

Der Purist

Bei allem Fortschritt: Viele wollen nur telefonieren und suchen ein einfaches Handy ohne Extras. Ausgerechnet das ist mangels guter Angebote schwer: Obwohl preiswert, erreichen Siemens A65 und Sony Ericsson T290i, beide ohne Kamera, nur eine mäßige Akkuleistung. Da empfiehlt sich zum Beispiel auch das Nokia 2300 aus unserem Test in Heft 12/2004.

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