Handys: 23 Modelle im Test
Sie leisten immer mehr und ihre Qualität steigt stetig. Handy mit Kamera – oder eher Kamera mit Mobiltelefon? Die Grenzen zwischen den Gerätegruppen verschwimmen.
Die Anbieter der neuen Handykollektionen setzen weiter aufs Visuelle: Immer mehr Mobilfunktelefone verfügen über hochauflösende Kameras mit 3 bis 5 Megapixel und hochwertige Displays. Was ist noch Handy, was schon Kamera? LG dreht den Spieß um und preist das KG920 als „Digitalkamera mit integriertem Handy“ an. Im Test besteht die Handykamera zwar mit einem „Gut“, die Leistung einer kompakten Digitalkamera bringt sie dennoch nicht.
Auch am Design der Mobiltelefone tüfteln die Anbieter weiter. Da statistisch gesehen jeder Deutsche ein Handy hat und der Markt als gesättigt gilt, setzen sie gezielt auf attraktive Neuerungen. Vor allem für Frauen muss das Handy eines sein: schick. Das neue Motorola MOTOKRZR will mit Glas und Chrom punkten. Samsung besticht durch extrem flache Geräte und Tastaturen: So ist das SGH-X820 nur neun Millimeter dick, sein Speicher für Musik jedoch zu knapp bemessen. Neu sind auch das „Sport-Handy“ Nokia 5500 zum Joggen und Sprechen im Regen, der SMS-Vorleser im Nokia E50 oder das virtuelle Haustier-Spiel à la Tamagotchi im Samsung SGH-Z560. Viele Handys sind inzwischen Unterhaltungskünstler geworden. Ihre ursprüngliche Funktion, das Telefonieren, erfüllen alle 23 im Test „gut“.
Wer nur plaudern will, kann zum einfachen Nokia 1110i greifen. Sein Akku hält viel länger als der mancher MultimediaKonkurrenten. Bei diesen hapert es noch an gleich guter Qualität für Kamera und Musikspieler. Das Sony Ericsson K800i für 450 Euro ist bislang die Ausnahme.
Auch im Test: Das wuchtige Nokia N93 für 740 Euro. Es kann sehr gut als mobiles Büro genutzt oder zu einem Camcorder verwandelt werden. Die Videoaufnahmen belegen jedoch in wenigen Minuten die 128 Megabyte der Speicherkarte. Mit dem TV-Handy Samsung SGH-P900 für fast 700 Euro können – von technischen Pannen abgesehen – vor allem Großstädter bis zu vier TV-Kanäle empfangen. In Südkorea gibt es bereits gut ein Dutzend Videokanäle für Handys. Mit dem TV-Standard DVB-H soll auch bei uns das Angebot größer werden. Bis jetzt bremsen die Kosten für Telefongespräche und TV-Empfang (ab 20 Euro im Monat) den Trend.
Lesen Sie auf der nächsten Seite:
Unser Rat
Dieser Artikel ist hilfreich. Nutzer finden das hilfreich.
Schreiben Sie bitte einen Kommentar
Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen.
Jetzt einloggen oder Neu registrieren.
Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice

Kommentare (0)
weitere Kommentare anzeigen