Fernseher: Die besten kleinen Flachbildschirme

Fernseher Test

test 08/2006

Diesmal testen wir nicht die großen LCD-Fernseher, sondern kleine mit 51 und 65 bis 69 Zentimeter Diagonale: Zwei sind „gut“, zwölf „befriedigend“, einer „ausreichend“.

Fernseher

Eine rote Tomate dreht sich vor grünem Hintergrund. Es läuft der Film „Rotierendes Obst“. Dann dreht sich ein grüner Apfel vor roter, später ein gelber Kürbis vor blauer Wand. Was für Laien lustig, aber auch langweilig klingt, ist für die Prüfer im Fernseher-Test „Action“. Der Film zeigt, ob digitale Bildfehler stören. Auch Laien erkennen am Obst, was ein schlechtes Bild ausmacht: Wenn die Tomate keinen Rand hat, sondern in den grünen Hintergrund „hineinwabert“.

Die Tester schauen sich auch Filme wie „In the Line of Fire“ an: Die ausgewählte Szene hat viele Nahaufnahmen von Gesichtern, mit Falten und Härchen. An ihr lässt sich gut beobachten, wie natürlich ein Bild wirkt und wie viel Farbtiefe es hat. Vor jedem Sehtest werden alle Fernseher optimal eingestellt. Besonders wichtig ist hier auch die Wiedergabe von Hautfarben – das Labor überlässt nichts dem Zufall. Als Grundlage dient neben einem Naturfilm ein Bild mit drei Babys unterschiedlicher Hautfarbe.

Im Fokus: Vier Signalquellen

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Süßer Fratz,...

Die Filme und Bilder helfen, Phänomene zu beobachten und die Bildqualität zu bewerten. test hat fünf kleine LCD-Fernseher im Format 4 : 3 (51 Zentimeter Bildschirmdiagonale) und zehn im Format 16 : 9 (65 bis 69 Zentimeter Diagonale) geprüft. Fazit: Alleskönner sind die Ausnahme. Die wenigsten LCDs im Test kommen mit sämtlichen Signalquellen gut zurecht.

Und an Signalquellen mangelt es nicht. So unterscheiden sich die 37,3 Millionen TV-Haushalte in Deutschland zunächst einmal durch den Übertragungsweg, den sie nutzen – Kabel (51 Prozent), Satellit (44 Prozent) oder Antenne (5 Prozent). Knapp jeder dritte empfängt schon digital statt analog, Tendenz steigend. Dazu kommt: Während ein Fernsehmonitor früher nur dazu da war, TV-Signale „sichtbar“ zu machen, dient er heute auch als Schirm für Videofilme oder Digitalfotos. test hat die Prüfungen dieser Entwicklung angepasst: Zum einen erhielten die Sehtests zu Pal-Video, also über Scarteingang, mehr Gewicht. An ihm „hängt“ außer dem DVD-Spieler auch jede Art von Empfangsbox. Damit reagieren wir darauf, dass immer mehr Nutzer Digital-TV via Empfängerbox sehen. Zum anderen prüfen wir neben der Bildqualität über den eingebauten Analogtuner nun auch, wie gut er mit schwachen Signalen klarkommt („Empfindlichkeit“). Und damit es übersichtlicher wird, gibt es für die Haupt-Signalquellen diesmal je eine Extraspalte in der Tabelle „Fernsehgeräte“ (> Gesamttabelle).

In der Kritik: Bild über Analogtuner

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blauer See: Mit diesen Fotos werden Farben und Kontrast eingestellt.

Nur vier Geräte haben insgesamt ein „gutes“ Bild. Am meisten Kritik gibt es für die Bildqualität, wenn das Signal über den eingebauten Analogtuner kommt – wichtig für alle, die noch analog per Kabel oder Antenne fernsehen. Die Urteile reichen von „fahl“ (beim Palladium) bis zu „extremer Grünstich“ (beim Universum-LCD).

Lorbeeren erntet hier einzig das Samsung-Gerät. Da es aber mäßig klingt, sollte der Ton besser über die Stereoanlage laufen. Bei DVDs oder beim Fernsehen via Empfangsbox (Pal-Video) machten die LCDs schon mehr Spaß. Richtig „gut“ gefiel das Pal-Bild immerhin bei vier LCDs.

In Zukunft: HDTV nicht vergessen

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Ihre Gesichter kennen wir - unsere Nachrichtensprecher im Fernsehen. Deshalb: Wer sich beim Kauf im Geschäft Nachrichten zeigen lässt, kann gut einschätzen, ob sein Wunschfernseher Hautfarben natürlich wiedergibt.

Wahre Lobeshymnen stimmten die Tester bei hochauflösendem Fernsehen (HDTV) an. HDTV können nur die größeren zehn Geräte darstellen, worauf das Logo „HD ready“ hinweist. Obwohl die Tester hier höhere Anforderungen stellen, sind die Noten für das HDTV-Bild im Schnitt deutlich besser als bei Pal und Co. Die Krux dabei: Noch ist das hochauflösende Programmangebot recht überschaubar und ein spezieller Receiver erforderlich.

Bei der Fotowiedergabe reicht die Palette von ausgezeichnet (JVC) bis zu herber Kritik beim Toshiba, Universum und Xoro. Aber auf keinem Monitor sahen 3-Megapixel-Bilder deutlich besser aus als VGA-Fotos mit schnöden 640 mal 480 Pixeln. Für diesen Zweck kann man also die Auflösung der Fotos getrost heruntersetzen.

Wichtig für DVB-T-Nutzer: Ist der Receiver im Fernseher integriert, ist das Bild besser als bei einer externen Box. Das ergab auch unser letzter Test. Ein Grund könnte sein, dass das Signal nicht wie bei der DVB-T-Box von digital erst wieder in ein analoges umgewandelt werden muss.

Im Schlafzimmer: Der „kleine“ LCD

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Verhindert Streit: Ein eigener Fernseher. Ab 450 Euro gibts kleine LCDs – größere leisten aber mehr.

Die kleineren Modelle mit 51-Zentimeter-Diagonale schneiden im Test schlechter ab als die etwas größeren: Von ihnen bekommt keins ein „Gut“ im Bild. Sie lassen außerdem oft überzeugenden Klang vermissen, weil die Bässe fehlen, und sind nur wenig vielseitig. Dafür sind sie aber schon ab 450 Euro zu haben. Alle, die aufgrund des Designs zugreifen, sollten den Fernseher aber vermessen: Wirklich „kompakt“ sind im Test nur Sharp und der (schlechtere) Toshiba. Außerdem ist bei allen kleinen LCDs außer Sharp ein externes Netzteil zu verstecken. Auch die größeren Fernseher im Test sind in den Maßen bisweilen ausladender, als die Bildschirmdiagonale vermuten lässt. Das liegt an den oft recht breiten Rahmen.

Tipp: Wer sich als Kabelkunde öfter über Bildstörungen beklagt, sollte auf einen empfindlichen Tuner achten, wie ihn JVC und Philips im Test haben. Und wer sich mit Klangschwächen nicht abfinden will, kann den Ton über die Stereoanlage führen, oft direkt oder via Set-Top-Box.

Übrigens: Schlechte Noten im Betrachtungswinkel heißen nicht, dass ein dritter Zuschauer in der Reihe gar nichts sieht. Er wird sich aber über ein blasseres oder röteres Bild als direkt von vorn ärgern. Bei Tomaten fällt das dann besonders auf.

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