20.01.2005

Druckerpatronen: Es muss kein Original sein

Patronen selbst befüllen: Nur für feinmotorisch Geübte

Die preiswerteste Druckertintenvariante hat jede Menge Tücken.

Sparen, sparen, sparen: Ein billiges Nachfüllset im Internet bestellen und für das gesparte Geld einmal so richtig schön essen gehen – wer will das nicht? Fest steht: Druckerpatronen selbst aufzufüllen, ist die preiswerteste Variante.

test rät ab: Ist zum Beispiel die wieder­befüllte Patrone nicht richtig dicht, kann Tinte in den Drucker laufen und je nach Bauart des Druckers auch die elektrischen Kontakte an der Patronenhalterung gefährden. Wenn diese verschmutzen oder gar korrodieren, fallen Druckdüsen aus und das Druckbild wird unsauber.

Zweiter Nachteil: Bei den besonders günstigen Angeboten handelt es sich meist um große Tintenmengen. Und Tinten sind oft nur etwa 18 Monate haltbar. So ist das Verfallsdatum meist erreicht, bevor die Tinte verbraucht ist. Und der Spareffekt löst sich langsam, aber sicher in Luft auf.

Wer diese Nachteile angesichts des großen Sparpotenzials in Kauf nimmt, sollte auf jeden Fall ein paar Punkte beachten:

  • Füllen Sie die leere Patrone umgehend auf, sonst verkleben die Düsen.
  • Legen Sie Zeitungspapier unter und rechnen Sie mit Spritzern und Flecken auf Händen, Unterlage und Kleidung.
  • Füllen Sie die Tinte langsam ein.
  • Lassen Sie sie nicht überlaufen.
  • Verschließen Sie die Patrone sorgfältig.

Generell gilt: Sie sollten eine sichere Hand haben und Zeit fürs Befüllen einplanen. Dass es auch gut gehen kann, beweisen immer wieder Briefe von Lesern, die erfolgreich selbst befüllen. Wer sich aber auf die Risiken erst gar nicht einlassen will oder handwerklich wenig geschickt ist, fährt mit Patronen von Fremdanbietern besser.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Testtabelle: Druckerpatronen

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