Drucker: Gute Tintenstrahler und Laser ab 77 Euro

Drucker Test

test 04/2008

Laser lohnen sich für Vieldrucker. Wer selten druckt, greift zum Tintenstrahldrucker oder Schwarzweißlaser.

Drucker

Eine Seite nach der anderen rattert durch den Drucker: Mutter braucht schnell ein Kuchenrezept, Vater das neue Programm seines Gesangvereins, der Sohn die Bedienungsanleitung eines Mischpults von „nur“ 50 Seiten, und die Tochter muss dringend ihre Partyeinladungen ausdrucken – natürlich in verschiedenen Farben. Was da in den heimischen vier Wänden durch den Drucker rauscht, gleicht schon fast dem Druckaufkommen eines kleinen Büros.

Im Test: Drucker von 37 bis 479 Euro

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Wer viel druckt, hat andere Ansprüche an seinen Drucker als jemand, der ihn nur selten in Betrieb nimmt. Er legt mehr Wert auf die Druckgeschwindigkeit und die laufend anfallenden Kosten. Wir haben die Tintenstrahldrucker, Farb- und Schwarzweißlaserdrucker im Test auch unter diesem Aspekt betrachtet. Sie kosten zwischen 37 und 479 Euro.

Dass Laserdrucker nur für das Büro eine attraktive Anschaffung sind – diese Zeiten sind lange vorbei. Sie werden auch immer mehr für private Zwecke gekauft. Das liegt an der Preisentwicklung: Schwarzweißlaserdrucker sind mittlerweile so günstig wie Tintenstrahldrucker. Der Preiswerteste im Test ist für 77 Euro zu haben.

Laserdrucker: Vorzüge und Nachteile

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Laserdrucker liefern schnell haltbare Drucke, die auf günstigem Normalpapier mit vergleichsweise hochwertiger Qualität bestechen. Sie sind praktisch, weil das häufige Wechseln einer Patrone entfällt, es trocknet auch keine Tinte ein, und eine Düsenreinigung ist ebenfalls nicht erforderlich. Dafür sind Farblaser im Anschaffungspreis immer noch deutlich teurer als die anderen Drucker im Test. Und nicht zu vergessen: Sie sind groß und schwer. 23,6 Kilogramm wiegt der kräftigste Farblaserdrucker. Im Vergleich wirkt der leichteste Tintenstrahler mit 2,3 Kilogramm wie ein Fliegengewicht. Und noch ein Minuspunkt: Die Qualität von Fotodrucken reicht noch nicht an die der „guten“ Tintendrucker heran.

Tintenstrahler: Vorzüge und Nachteile

Sollen gelegentlich tolle Fotos gedruckt werden, ist ein Tintenstrahldrucker immer noch die erste Wahl. Auf speziellem Fotopapier sehen die Bilder schon mal wie frisch aus dem Labor aus. Gutes Foto- oder schweres Spezialpapier kann aber bis zu 70 Cent pro A4-Blatt kosten.

Tintenstrahldrucker sind kleiner, leichter und außerdem preiswerter in der Anschaffung als Farblaserdrucker. Auch ihre Vielseitigkeit überzeugt: T-Shirt-Folien bedrucken, Randlosdruck – für die meisten kein Problem. Bei der Geschwindigkeit können Sie den Laserdruckern oft aber nicht das Wasser reichen.

Empfehlung: Für Wenigdrucker

Die Druckgeschwindigkeit spielt kaum eine Rolle, wenn nur eine oder wenige Seiten im Monat oder noch seltener gedruckt wird. Dann empfiehlt sich ein preisgünstiger Tintenstrahldrucker. Und zwar einer, bei dem der Druckkopf in die Patrone integriert ist, wie beim HP Deskjet D2460. Beim Austausch der Patrone wird auch automatisch der Druckkopf gewechselt. Sollte der Drucker mehrere Wochen stillstehen und der Druckkopf eingetrocknet sein, muss nicht extra Geld für einen separaten Druckkopf ausgegeben werden – der kann je nach Druckertyp bis zu 70 Euro extra kosten oder, wie bei Epson, nur in der Werkstatt gewechselt werden.

Der mit 50 Euro sehr preiswerte HP-Drucker ist zwar nicht gerade der Schnellste, doch die Druckqualität von Text- und Farbseiten ist ebenso wie die von Bildern „gut.“ Die Druckkosten sind mit 11 Cent pro Textseite und 36 Cent pro Farbseite hoch, doch sie fallen bei wenigen gedruckten Seiten im Monat nicht zu stark ins Gewicht.

Ist sich der Wenigdrucker allerdings sicher, dass er nur einfarbige Seiten ausdruckt, kommt auch ein Schwarzweißlaserdrucker, wie der Samsung ML-2010R, infrage. Er überzeugt mit niedrigen Anschaffungskosten, guter Druckqualität und geringen Tonerkosten. Außerdem bleibt dem Nutzer das Wechseln der Patronen auch bei längerem Stillstand erspart. Und für nur etwa 30 Euro mehr erhält er schneller bessere Textausdrucke als beim Tintenstrahldrucker von HP.

Empfehlung: Für Normaldrucker

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Lichtbeständigkeit testen: In dieser Lichtbox setzen wir die Fotodrucke zehn Tage lang Xenonlicht aus. Danach wird geprüft, wie sehr sich die verschiedenen Farben verändert haben.

Wer mehrere Seiten pro Woche druckt, muss sich auch entscheiden: Soll ab und zu auch in Farbe oder wirklich nur schwarzweiß gedruckt werden? Wer farbige Seiten und gelegentlich auch Fotos drucken möchte, für den eignet sich unser Testsieger Canon Pixma iP4500. Er ist vielseitig, druckt mit „guter“ Qualität und ist mit rund 100 Euro günstig in der Anschaffung. Die Tintenkosten schlagen allerdings bei Textausdrucken mit 4 Cent pro Seite zu Buche. Mit 1,5 Cent pro Seite ist der HP Officejet Pro K 5400 da unschlagbar günstig. Dafür ist er weniger vielseitig, da er weder von der Kamera drucken noch CDs bedrucken kann.

Wer Wert auf Farbe, aber nicht auf Fotodruck legt, der sollte über einen Farblaserdrucker nachdenken. Die Laserdrucker in unserem Test schnitten alle ähnlich „gut“ ab. Mit 268 Euro glänzt der relativ preiswerte Samsung mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Er liefert „gute“ Text- und Farbseiten und überzeugt mit geringen Druckkosten bei Textseiten.

Erheblich teurer, aber mit der Möglichkeit, bunt und automatisch Vorder- und Rückseite des Papiers bedrucken zu können (Duplexdruck), zeigt sich der Farblaser von Canon. Er empfiehlt sich für Freiberufler mit einem kleinen Büro. Denn wo viel gedruckt wird, rechnen sich die höheren Anschaffungskosten nach wenigen tausend Seiten. Wichtig für Büros: Der Netzwerkanschluss (Lan) bei vier Lasern ermöglicht es mehreren Personen, zentral auf einen Drucker zuzugreifen.

Wer nur schwarzweiß drucken möchte, für den ist ebenso wie für Wenigdrucker der Schwarzweißlaser ML-2010R von Samsung eine gute Wahl.

Stromverbrauch: Hoch und niedrig

Die Tintenstrahldrucker im Test arbeiten leise und haben einen geringen Stromverbrauch. Sie besitzen alle nur eine Aus-Taste, keiner hat einen Netzschalter. Zwei Geräte im Test schaffen es im „Aus“ tatsächlich auf 0 Watt. Die anderen Modelle lassen sich mit der Aus-Taste nicht komplett vom Netz trennen – doch der Verbrauch liegt dann bei keinem über 1 Watt. Wem auch das zu viel ist, der sollte die Geräte an eine schaltbare Steckerleiste anschließen.

Lauter und mit höheren Verbrauchswerten im Standby arbeiten die Laserdrucker – Schlusslicht ist der HP Color LaserJet. Er schlummert mit satten 18,5 Watt vor sich hin. Auch im Betrieb verbrauchen Laserdrucker mehr als Tintenstrahldrucker, denn sie müssen sich richtig aufheizen, um den Toner auf dem Papier zu fixieren. Ärgerlich ist, dass sie nach etwa einer Stunde „Nichtstun“ immer noch nicht abschalten. Wenigstens lässt sich ihr Verbrauch durch Betätigen des Netzschalters auf Null reduzieren – nur der Schwarzweißlaserdrucker von Oki braucht dann immer noch 1 Watt.

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