Camcorder: HD bringt Topqualität

Camcorder Test

test 11/2007

Die Unterschiede in der Videoqualität sind groß. HD-Geräte liegen vorn.

Camcorder

In hohem Bogen werfen das Mädchen und der Junge den bunten Ball vor der roten Klinkerhauswand hin und her. So farbgetreu und wirklich sind diese Aufnahmen, dass sich die Prüfpersonen im Camcordertest fast so fühlen, als wären sie dabei. Ganz anders gleich darauf bei einem schlechten Camcorder: Die Hauswand verschwimmt in den Ecken, die Arme des Jungen „fransen“ an den Kanten aus, das frische Mädchengesicht wirkt ungesund bläulich. Gravierende Unterschiede in der Bildqualität wie diese brachte unser Camcordertest ans Licht. Die Qualitätsspanne der 18 Geräte mit viererlei Typen Speichermedien reicht vom „Gut“ (Note 1,7) bis zum traurigen „Ausreichend“ (Note 4,1).

Sechs Modelle können in sehr hoher Auflösung, im Fachjargon HD für „High Definition“, aufzeichnen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Fast alle liefern in den Sehtests deutlich bessere Videos als Camcorder mit Standardauflösung – und zwar nicht nur bei Wiedergabe über den bestmöglichen Anschluss (HDMI).

Selbst wer noch keinen so ausgestatteten Beamer oder Flachbildfernseher besitzt und seine Aufnahme „nur“ über normale Videoanschlüsse zeigt, bekommt mit einem HD-Gerät meist immer noch ein leicht besseres Bild als mit dem besten „normalen“ Camcorder, dem Panasonic SDR-H 250 EG-S. Einziger Ausreißer bei den HD-Camcordern: das Sanyo-Gerät. Trotz hoher Auflösung gab es für ihn in den Sehtests schlechte Noten. „Ständiger Farbwechsel“, „unscharf“ und „starkes Rauschen“ lautet die Kritik der Prüfer.

Mindestens so wichtig wie ein gutes Videobild ist die Frage nach dem Aufzeichnungsmedium: Speicherkarte, Mini-DV-Kassette, DVD oder Festplatte – was passt zu mir? Nicht jede Camcordergruppe ist für jeden Typ Hobbyfilmer geeignet, Unterschiede gibts nicht nur in Aufzeichnungsdauer und Gewicht.

Schnittsoftware: Mager bis stattlich

Auch die Möglichkeiten der mitgelieferten Software sind verschieden. Sie reichen vom Aneinanderfügen der Dateien bis zum Erstellen einer DVD mit Menü. Das vielseitigste Programm liegt den beiden JVC-Geräten bei: Es lässt sogar manuelle Korrekturen zu. Am unteren Ende der Skala liegt die Software für die Canon-Camcorder. Überspielen auf den PC und Brennen einer DVD sieht sie nicht vor, ein Zusatzprogramm wird also erforderlich.

Wichtig: Auch die meisten „guten“ Camcorder im Test sind etwas für Geduldige. Bis zu 12 Sekunden können verge­hen, bis sie zum Filmen bereit sind.

Lesen Sie auf der nächsten Seite:
Unser Rat

Dieser Artikel ist hilfreich. Nutzer finden das hilfreich.

Kommentare (0)

weitere Kommentare anzeigen

Alle Kommentare anzeigen

Schreiben Sie bitte einen Kommentar

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Jetzt einloggen oder Neu registrieren.
Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice

Weitere Angebote