Mini-Musikanlage von Aldi-Nord: Haste Töne

Mini-Musikanlage von Aldi-Nord Schnelltest

08.11.2010

Eine kleine CD-Musikanlage mit USB-Anschluss und Kartenleser bietet Aldi-Nord seit Donnerstag für 69,99 Euro an. test.de klärt per Schnelltest, wie das Sonderangebot funktioniert und klingt.

Mini-Musikanlage von Aldi-Nord

Schnellstart

Kleine Überraschung beim Einkaufen: Der Karton und die Anlage sind erstaunlich klein und leicht. Der Weg vom Auspacken bis zur Musik ist kurz und bequem: Netzstecker, Lautsprecher und bei Bedarf auch noch die Antenne einstöpseln und schon gehts los. Wer mag, kann die Anlage an die Wand hängen. Die Bedienung macht keine Schwierigkeiten und gelingt auch ohne die Bedienungsanleitung. Alle Tasten sind sinnvoll angeordnet und selbsterklärend bezeichnet.

Leichte Schwächen

Beim Tragen von Vorteil, im Betrieb ein Nachteil: Das nur gut ein Kilo schwere Gerät rutscht beim Versuch, eine Taste zu drücken, gern weg. Auf dem Display ist nichts zu erkennen, wenn sich das Gerät - bei Wandmontage etwa - über Augenhöhe befindet. Die Fernbedienung hat keinen Nummernblock. Wer ein bestimmtes Lied weiter hinten auf Speicherkarte oder CD hören will, muss so lange die „Vor“-Taste drücken, bis er da ist. Wirklich ärgerlich: Das Netzkabel ist nur 1,40 Meter kurz. Eigentlich gut: Es gibt einen richtigen Netzschalter, der jeden Stromverbrauch stoppt. Nicht so schön: Er ist auf der Rückseite und bei Wandmontage nicht mehr erreichbar.

Dünner Klang

Beim Klang schwächelt die Mini-Anlage von Aldi. Von vorneherein klar: Gegen die Referenz-Stereo-Anlage im test-Labor hat der Mini nicht die Spur einer Chance. Auch die Sony-Anlage CMT-EH10, die bei günstigen Anbietern im Internet für Preise ab ebenfalls 70 Euro zu haben ist, klingt deutlich besser und sogar die Medion-Micro-Anlage M81834 aus dem Aldi-Angebot von Dezember 2007 sticht das aktuelle Angebot aus.

Musik besser mit Kopfhörer

Vor allem Töne im Bassbereich geraten der Anlage so dünn, wie sie klein und leicht ist. Die Auswahl von „classic“, „rock“, „pop“ oder „jazz“-Klang bringt wenig Besserung. Die Messung des Frequenzgangs zeigt: Schon unterhalb von 200 Hertz fällt der Schalldruckpegel deutlich ab, und hohe Töne jenseits von 7 Kilohertz geraten ebenfalls zu dürftig. Für Radio-Nachrichten und leise Hintergrundmusik reicht die Klangqualität aus. Mehr ist - wie bei vielen anderen Geräten der Preisklasse auch - nicht drin. Immerhin: Die Aldi-Anlage liefert am Kopfhörerausgang ein einwandfreies Signal ab, so dass Musikfreunde mit einem solchen oder auch anständigen Aktiv-Lautsprechern für den PC doch noch auf ihre Kosten kommen.

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Tabelle: Technische Daten und Ausstattung

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