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Zugemüllt

test 08/2003

„Infektions“-Art Versuchsaufbau Laufzeit des Versuchs Ergebnis des Versuchs Schlussfolgerung „Infektions“-Risiko
Bestellen eines Newsletters Newsletter (= Info-Mail) von 206 Anbietern auf je zwei unterschiedliche E-Mail-Adressen bestellt Bei 119 Anbietern wurden je zwei E-Mail-Adressen hinterlassen (z. B. um sich als Clubmitglied registrieren zu lassen) Themen der Newsletter: Reise, Einkaufen, Zeitschriften, Firmen, Flirt / Partnersuche u. a. 5 1/2 Monate Beruhigend: Nur zwei Adressen erhielten Spam. Anbieter gaben oder verkauften Adressen im Untersuchungs-
zeitraum des Tests nicht weiter.
In einem Fall gab es wohl einen Einbruch in die Datenbank des Providers. Gering
Basteln einer Homepage Fünf Websites mit verschiedenen Schlagwörtern (etwa Geld, Business, Liebe, Privat) und je sieben unterschiedlich kodierten E-Mail-Adressen gebaut Auf einer weiteren gut besuchten Website Links zu den fünf selbst gebauten Homepages gesetzt Eintrag der Schlagwörter in zwei Suchmaschinen 3 Monate Beunruhigend: Nach nur 28 Stunden im Netz wurden schon die ersten Adressen ausgelesen. Adressen wurden mithilfe von Robots (= spezielle Suchsoftware) „eingesammelt“. In der Hälfte der Fälle besteht Verdacht auf Ver-wendung zu unseriösen Zwecken, also etwa für Spam-Versand. Hoch
Besuch in einer Newsgroup Je eine Anfrage in 226 Newsgroups (= „Schwarzes Brett“ im Internet) gestellt und dabei jeweils eine andere E-Mail-Adresse hinterlassen Themen der Newsgroups: Technik, Computer, Politik, Soziales, Freizeit, Fernsehen u. a. 10 Wochen Erschreckend: 675 Spams gingen ein, Tendenz steigend. Die Absender-
adressen sind in der Regel ge-fälscht.
Die Initiatoren sind oft die gleichen (z. B. 82 Spams von ein- und demselben Versender). Wer in Newsgroups „postet“, muss mit Spam rechnen – und zwar in allen Arten von News­groups gleicher-
maßen.
Hoch bis
sehr hoch

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Interview