
| „Infektions“-Art | Versuchsaufbau | Laufzeit des Versuchs | Ergebnis des Versuchs | Schlussfolgerung | „Infektions“-Risiko | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Bestellen eines Newsletters | Newsletter (= Info-Mail) von 206 Anbietern auf je zwei unterschiedliche E-Mail-Adressen bestellt | Bei 119 Anbietern wurden je zwei E-Mail-Adressen hinterlassen (z. B. um sich als Clubmitglied registrieren zu lassen) | Themen der Newsletter: Reise, Einkaufen, Zeitschriften, Firmen, Flirt / Partnersuche u. a. | 5 1/2 Monate | Beruhigend: Nur zwei Adressen erhielten Spam. | Anbieter gaben oder verkauften Adressen im Untersuchungs- zeitraum des Tests nicht weiter. |
In einem Fall gab es wohl einen Einbruch in die Datenbank des Providers. | Gering | |
| Basteln einer Homepage | Fünf Websites mit verschiedenen Schlagwörtern (etwa Geld, Business, Liebe, Privat) und je sieben unterschiedlich kodierten E-Mail-Adressen gebaut | Auf einer weiteren gut besuchten Website Links zu den fünf selbst gebauten Homepages gesetzt | Eintrag der Schlagwörter in zwei Suchmaschinen | 3 Monate | Beunruhigend: Nach nur 28 Stunden im Netz wurden schon die ersten Adressen ausgelesen. | Adressen wurden mithilfe von Robots (= spezielle Suchsoftware) „eingesammelt“. | In der Hälfte der Fälle besteht Verdacht auf Ver-wendung zu unseriösen Zwecken, also etwa für Spam-Versand. | Hoch | |
| Besuch in einer Newsgroup | Je eine Anfrage in 226 Newsgroups (= „Schwarzes Brett“ im Internet) gestellt und dabei jeweils eine andere E-Mail-Adresse hinterlassen | Themen der Newsgroups: Technik, Computer, Politik, Soziales, Freizeit, Fernsehen u. a. | 10 Wochen | Erschreckend: 675 Spams gingen ein, Tendenz steigend. | Die Absender- adressen sind in der Regel ge-fälscht. |
Die Initiatoren sind oft die gleichen (z. B. 82 Spams von ein- und demselben Versender). | Wer in Newsgroups „postet“, muss mit Spam rechnen – und zwar in allen Arten von Newsgroups gleicher- maßen. |
Hoch bis sehr hoch |
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Interview