Gegen Dialer-Missbrauch: „Nur” noch 180 Euro
Das Bundeskabinett hat dem Bundesrat einen Gesetzentwurf gegen den Missbrauch von 0190- und 0900-Telefonnummern vorgelegt. Vorgesehen ist eine Preisobergrenze: maximal 3 Euro pro Minute beziehungsweise 30 Euro je Einwahl sowie die Zwangstrennung der Verbindung nach 60 Minuten. Und es soll mehr Transparenz geben. Wer geprellt wurde, erfährt im Internet von wem.
Trotzdem bleibt der Verbraucherschutz lückenhaft: Das neue Gesetz erlaubt dem Betreiber immer noch bis zu 180 Euro (6 Einwahlen x 30 Euro) „Stundenlohn“. Andere Rufnummern wie die 0137er oder 0118er und der Mobilfunk werden nicht reglementiert. Ausländische Rufnummern können weiterhin der Abzocke dienen.
Tipp: Prüfen Sie bei allen 0- oder 00-Rufnummern, ob die erwartete Leistung den Preis rechtfertigt. Wählen Sie keine Rufnummer mit unklarer oder gar fehlender Preisangabe.
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