Digitales Antennenfernsehen: Fortschritt ohne die Privaten
Der Ausbau des terrestrischen Digitalfernsehens DVB-T schreitet voran. Im Dezember 2005 sind weitere Sendegebiete in Sachsen, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen von analoger auf digitale Austrahlung umgestiegen. Damit sollen nun rund 60 Prozent der Bundesbürger DVB-T empfangen können. Bis 2008 wollen die Betreiber sogar 90 Prozent der Bevölkerung versorgen können. So plant etwa Hessen, sein DVB-T-Angebot noch vor der Fußballweltmeisterschaft flächendeckend auszuweiten. Die neue Digitaltechnik ermöglicht ein erheblich größeres Programmangebot als die Analogausstrahlung. Doch gerade hier gibt es jüngst Probleme: Aus Kostengründen beteiligen sich derzeit in den neuen Sendegebieten die Privatsender nicht mehr an DVB-T. Dem Verkauf von Empfangsgeräten scheint das aber nicht zu schaden: Allein 2005 sollen in Deutschland laut Branchenschätzungen 1,8 Millionen DVB-T-Empfänger verkauft worden sein – mehr als insgesamt davor.
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