Digitale Fotodienste: Abzüge schon ab 7 Cent

Digitale Fotodienste Meldung
Direkt vom PC ins Großlabor.

test 08/2004

Der digitale Fotomarkt boomt – und die Preise für Abzüge aus dem Internet gehen in den Keller.

Digitale Fotodienste

Preis-Skandal – so titelten die Werbetexter der Drogeriekette Rossmann kürzlich. Doch nicht der Preis von 1 Cent pro Abzug im Format 9 x 13 Zentimeter war skandalös niedrig, sondern der Wahrheitsgehalt der Aussage: Unterschlagen wurden die hohen Entwicklungskosten von 2,55 Euro, die zu einem Durchschnittspreis von mindestens 8 Cent je Bild führten. Das Landgericht Hannover untersagte die Werbung. Angesichts von immer weniger verkauften Filmen wird bei Fotodiensten mit harten Bandagen gefochten. Vom Preiskampfprofitiert der Kunde auch bei der digitalen Fotografie. Heute ist ein 10 x 15-Abzug schon für 9 Cent zu haben. Dafür verlangte der billigste Anbieter in unserer Datenbank im August 2003 noch 15 Cent. Allerdings: Im Mittel sind die Preise heute immer noch deutlich höher und liegen meist über 20 Cent. Doch auch bei digitalen Fotos ist der Preis pro Abzug nur die halbe Wahrheit. Bei bilderservice.de zum Beispiel, dem Besten aus unserem Test von digitalen Fotodiensten im September letzten Jahres, fiel der Bildpreis innerhalb von zehn Monaten von 39 auf 29 Cent je 10 x 15-Abzug. Doch Bearbeitungs- und Versandkosten stiegen in der gleichen Zeit von 2,50 Euro auf 2,95 Euro.

22 Euro oder 4,15 Euro für 20 Abzüge

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Die günstigsten Internet-Angebote aus der Preisdatenbank der Stiftung Warentest:

Bei unserem aktuellen Preisvergleich haben wir eine Onlinebestellung mit 20 Bildern im Format 10 x 15 mit Versand nach Hause zugrunde gelegt – Bearbeitungs- und Versandkosten fließen in die Rechnung ein. Die Unterschiede sind enorm: So kosten 20 Abzüge beim Profi­labor Pixelgrain.de 22 Euro, bei xpresslab.de sind für den gleichen Auftrag gerade mal 4,15 Euro zu zahlen. Die 20 billigsten Anbieter sind in der Tabelle unten aufgeführt.

Digitale Bilder auf Papier bannen zu lassen, ist nicht schwer (siehe Tipps). Die Fotodienste unterscheiden sich vor allem beim Bestellweg. Für Computermuffel ist es am einfachsten, den Fotohändler vor Ort aufzusuchen. Der hat heute oft ein digitales Minilabor und holt notfalls auch die Speicherkarte aus der Kamera wie früher den Film. Die Bilder sind oft in wenigen Stunden fertig, doch Kampfpreise sind dort eher selten (in unserer Preisübersicht sind kaum Einzelhändler enthalten). In einigen Fällen gibt es bei Drogerien und Handelsketten auch eine Orderstation in der Filiale, wo der Kunde die Speicherkarte selbst ausliest.

Doch man muss für die Bestellung der Papierbilder nicht einmal das Haus verlassen: Bei allen Anbietern in der Tabelle kann man die Bilder von zu Hause übers Internet hochladen, vielfach wird auch eine CD per Post akzeptiert. Bei reinen Online-Fotodiensten wie xpresslab.de oder photoy.com, die keine Filialen haben, kommen die Bilder per Post ins Haus.

Konkurrenzlos

Bilder im Briefkasten – das bieten auch Drogerien und Handelsketten. Doch dort kann man die Fotos wahlweise auch in der nächstgelegenen Filiale abholen. Das lockt Kunden an und ist den Ketten deshalb einen konkurrenzlos günstigen Preis wert. Wer 20 Bilder bei Schlecker in Auftrag gibt und selbst abholt, zahlt 2,49 Euro – ein Preis, der selbst bei herkömmlichen Abzügen kaum zu unterbieten ist, denn da kommen noch die Kosten für Entwicklung und Film hinzu. Weil die Drogerieketten mit Großlaboren zusammenarbeiten, kann sich auch das Ergebnis meist sehen lassen. Bildqualität „gut“ hieß es beim Test digitaler Fotodienste (9/03) für die Drogeriemärkte Schlecker und dm.

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So lässt sich sparen

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