15.05.2012
Schmerzen

Allgemeines

Akute Schmerzen haben für den Körper eine wichtige Schutzfunktion. Sie warnen zum Beispiel vor Gefahren - bevor eine schwere Verbrennung entsteht, zieht man die Hand von der heißen Herdplatte zurück -, signalisieren Verletzungen und erzwingen Schonung. Schmerzen können auf ein Krankheitsgeschehen hinweisen. Beispiele dafür sind Kopfschmerzen bei Hirnhautentzündung und Schmerzen bei einem Herzinfarkt. Diese akuten Schmerzen vergehen in aller Regel, wenn die Auslöser beseitigt oder zugrunde liegende Erkrankungen erfolgreich behandelt wurden.

Das ist bei chronischen Schmerzen anders. Als "chronisch" werden Schmerzen bezeichnet, die länger als sechs Monate anhalten oder in kurzen Abständen oft wiederkehren. Sie haben ihre Warnfunktion verloren oder diese Aufgabe niemals gehabt. Der Schmerz hat sich verselbstständigt, er ist zu einer eigenständigen Krankheit geworden. Beispiele dafür sind chronische Spannungskopfschmerzen, Schmerzmittelkopfschmerz und Migräne. Auch Schmerzen, die schwere Erkrankungen, wie zum Beispiel Krebs, begleiten, gehören dazu. Eine Schmerzkrankheit erwächst aus einem Geflecht von Bedingungen, die ineinandergreifen, sich gegenseitig unterhalten und verstärken. Diese Art von Schmerzen muss im Rahmen einer speziellen Schmerztherapie angegangen werden. Dabei kommen verschiedene Medikamentengruppen und nichtmedikamentöse Maßnahmen zum Einsatz.

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