01.04.2014
Multiple Sklerose

Allgemeines

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch entzündliche Erkrankung von Gehirn und Rückenmark. Von allen Erkrankungen des Nervensystems führt sie am häufigsten schon bei jungen Erwachsenen zu bleibender Behinderung. Gelegentlich beginnt die Krankheit sogar schon im Kindesalter. In Deutschland wird die Zahl der MS-Erkrankten auf 120 000 geschätzt. Pro Jahr erkranken pro 100 000 Einwohner 3 bis 5 Personen an multipler Sklerose.

Bei multipler Sklerose werden verschiedene Formen und Verläufe unterschieden, die auch ineinander übergehen können. Die typischen Symptome des Anfangsstadiums (klinisch-isoliertes Syndrom, KIS) bilden sich meist nach sechs bis acht Wochen zurück. Etwa 85 von 100 Erkrankten leiden an der schubförmig-remittierenden Form. Hierbei treten die Beschwerden zu Beginn in einzelnen Schüben auf, zwischen denen die Beschwerden wieder zurückgehen. Bei ungefähr der Hälfte dieser Personen verschlechtert sich nach 10 bis 15 Jahren der Gesundheitszustand zwischen den Schüben langsam immer mehr (sekundär chronisch-progrediente Form). Von dieser Erkrankungsform sind Frauen zwei- bis dreimal häufiger betroffen als Männer. Bei etwa 15 von 100 Betroffenen verschlimmert sich die Krankheit von Anfang an langsam immer mehr, ohne dass es zwischendurch Schübe oder Zeiten der Erholung gibt (primär chronisch-progrediente Form). Dieser Krankheitsverlauf tritt bei Männern und Frauen in etwa gleich häufig auf.

Weitere Angebote

Beipackzettel

Von Gegenanzeigen und Wechselwirkungen

Neu: 9., aktualisierte Auflage

Handbuch Medikamente

Vom Arzt verordnet. Für Sie bewertet.

49,90 €


Für Abonnenten: 35,00 €

Handbuch Medikamente