15.05.2012
Multiple Sklerose

Allgemeines

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch entzündliche Erkrankung von Gehirn und Rückenmark. Von allen Erkrankungen des Nervensystems führt sie am häufigsten schon bei jungen Erwachsenen zu bleibender Behinderung. Gelegentlich beginnt die Krankheit sogar schon im Kindesalter. In Deutschland wird die Zahl der MS-Erkrankten auf 120 000 geschätzt. Pro Jahr erkranken pro 100 000 Einwohner 3 bis 5 Personen an multipler Sklerose.

Bei multipler Sklerose werden verschiedene Formen und Verläufe unterschieden, die auch ineinander übergehen können. Die typischen Symptome des Anfangsstadiums (klinisch-isoliertes Syndrom, KIS) bilden sich meist nach sechs bis acht Wochen zurück. Bei der schubförmig-remittierenden Form treten die Beschwerden zu Beginn meist in Schüben auf. Zwischen den Schüben gehen die Beschwerden wieder vollständig zurück. Häufig verschlechtert sich nach mehreren Jahren der Gesundheitszustand zwischen den Schüben langsam immer mehr (sekundär chronisch-progrediente Form). Von dieser Erkrankungsform sind Frauen zwei- bis dreimal häufiger betroffen als Männer. Bei etwa 10 bis 15 von 100 Betroffenen verschlimmert sich die Krankheit von Anfang an langsam immer mehr, ohne dass es zwischendurch Schübe gibt (primär chronisch-progrediente Form). Dieser Krankheitsverlauf tritt bei Männern und Frauen in etwa gleich häufig auf.

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