Allgemeines
Asthma ist eine chronische entzündliche Erkrankung der unteren Atemwege (Bronchien), die mit einer Überempfindlichkeit (Hyperreagibilität) der Bronchien und einer variablen Einengung der Atemwege (Atemwegobstruktion) einhergeht. Hauptsymptom ist die anfallsartig auftretende Atemnot, die von Husten begleitet sein kann.
Nach einer eingehenden Untersuchung und einer Prüfung der Lungenfunktion bestimmt der Arzt den Schweregrad des Asthmas:
- Stufe 1 (intermittierendes Asthma): Die Symptome treten seltener als einmal in der Woche am Tag und seltener als zweimal im Monat in der Nacht auf.
- Stufe 2 (leichtes persistierendes Asthma): Die Anfälle treten tagsüber einmal pro Woche bis höchstens einmal täglich auf und nachts häufiger als zweimal pro Monat.
- Stufe 3 (mäßiggradiges oder mittelgradig persistierendes Asthma): Asthmaanfälle treten täglich auf, häufiger als einmal in der Woche auch nachts.
- Stufe 4 (schweres persistierendes Asthma): Die Asthmabeschwerden sind ständig vorhanden, häufig auch nachts, die körperliche Aktivität ist eingeschränkt.
Bei Kindern
Für Kinder gilt folgende Einteilung:
- Stufe 1: Das Kind hustet immer wieder, verbunden mit leichter Atemnot, die durchgehend beschwerdefreie Zeit ist länger als zwei Monate.
- Stufe 2: Die beschwerdefreie Zeit ist kürzer als zwei Monate, die Anfälle treten aber nicht häufiger als einmal pro Woche auf.
- Stufe 3: Es treten an mehreren Tagen in der Woche Asthmaanfälle auf, und zwar sowohl tagsüber wie auch nachts, und die Lungenfunktion normalisiert sich zwischen den Anfällen nicht wieder.
- Stufe 4: Es kommt täglich zu Asthmaanfällen, häufig auch in der Nacht.
Eine sichere Diagnose lässt sich bei Kindern meist erst nach dem dritten Geburtstag stellen, weil es vorher schwierig ist, Asthma von einer obstruktiven Bronchitis zu unterscheiden, die sich im Rahmen eines Infektes bei Säuglingen und Kleinkindern entwickeln kann. Kinder sind oft erst mit vier oder fünf Jahren in der Lage, die entsprechenden Geräte (z. B. Peakflow-Meter) richtig anzuwenden. Die Behandlung entspricht ungefähr derjenigen von Erwachsenen. Dabei werden spezielle Zubereitungsformen für Kinder in niedriger Dosierung angewendet. Es ist darauf zu achten, dass die Inhaliergeräte und Dosieraerosole auf die Fähigkeiten der Kinder abgestimmt sind.
