Ursachen
Maden- und Spulwürmer
Aus wurmeierhaltigem Staub, Erde, über Händeschütteln oder durch Kontakt mit Tierkot gelangen die Wurmeier in den Mund und von dort in den Darm. Wurmeier haften oft auch an mit Fäkalien gedüngten Lebensmitteln (z. B. Salat), die nicht ausreichend gewaschen oder abgekocht wurden. Kratzen sich die infizierten Kinder am meist heftig juckenden After, nehmen sie erneut Wurmeier auf, die vor allem unter den Nägeln hängen bleiben und von dort wiederum in den Mund gelangen.
Wenn bei Spulwürmern die Larve schlüpft, dringt sie durch die Wand des Dünndarms ins Lymph- und Blutgefäßsystem ein und wird bis in die Lunge getragen. Sie wird in die Lungenbläschen aufgenommen, gelangt von dort in die Atemwege und wird wieder verschluckt. Im Dünndarm reift die Larve dann zum ausgewachsenen Wurm heran und verbleibt dort.
Bandwurm
Sind Rind- oder Schweinefleisch oder Fisch mit Bandwurmfinnen infiziert und werden diese Lebensmittel roh in Form von Mett, Tartar, Carpaccio, Sushi oder nicht durchgebratenem Steak verzehrt, gelangen die Finnen in den Darm und entwickeln sich dort zum ausgewachsenen Wurm. Der Bandwurm gibt fortwährend einzelne Glieder ab, die Eier enthalten. Solange der Bandwurmkopf im Darm bleibt, bildet er ständig neue Körperglieder.
Mit dem Stuhl gelangen die Eier wieder in die Umwelt und werden von Tieren aufgenommen. Rinder, Schweine oder Fische dienen dabei als Zwischenwirt (beim Schweinebandwurm kann auch der Mensch als Zwischenwirt fungieren). In ihnen entwickeln sich aus den Eiern Bandwurmlarven (Finnen), die ins Fleisch wandern. Erst im Menschen wächst dann aus den Finnen der Bandwurm heran, und so schließt sich der Kreislauf.
Zwergbandwürmer werden über nicht sorgfältig genug gereinigte Nahrungsmittel aufgenommen und besiedeln den Dünndarm. Die Eier der Finnen entwickeln sich in den Dünndarmzotten und werden mit dem Stuhl ausgeschieden.
