Allgemeines
Sodbrennen aufgrund in die Speiseröhre aufsteigenden säurehaltigen Magensaftes gehört zu den häufigsten Beschwerden im Verdauungstrakt, vor allem bei älteren Menschen. Etwa 30 Prozent der Bevölkerung leiden an einer solchen Refluxkrankheit, bei jedem Zehnten von ihnen entwickelt sich daraus eine Speiseröhrenentzündung (Refluxösophagitis).
Zwar ist ein gewisser Rückfluss des Speisebreis aus dem Magen natürlich und schadet nicht. Gelangen jedoch ständig größere Mengen des sauren Gemischs in die Speiseröhre (Ösophagus), verätzt dieses die empfindliche Schleimhaut der Speiseröhre, sodass sie sich entzündet. Bleibt die Entzündung über Jahre bestehen, kann sich daraus im Laufe der Zeit Krebs entwickeln. Es ist also sinnvoll, länger andauernden Beschwerden nachzugehen und sie konsequent zu behandeln.
Bei Kindern
In den ersten Lebensjahren kommt es häufig vor, dass etwas Mageninhalt in die Speiseröhre zurückfließt. Das ist kein Grund zur Sorge und auch keine krankhafte Störung. In dieser Zeit entwickelt sich eine Refluxkrankheit nur, wenn andere Krankheiten den Verschluss des Mageneingangs beeinträchtigen, beispielsweise Erkrankungen des Nervensystems oder ein Zwerchfellriss (Hiatushernie). Ein Problem kann entstehen, wenn der Mageninhalt regelmäßig die Atemwege erreicht.
