Anzeichen und Beschwerden
Fettleber
Eine Fettleber verursacht lange Zeit keinerlei Beschwerden, allenfalls ein Völlegefühl oder leichte Schmerzen im rechten Oberbauch. Der Arzt stellt eine Fettleber fest, indem er die Leber abtastet und spürt, dass sie deutlich vergrößert ist. Diese Vergrößerung der Leber kann auch mittels Ultraschall festgestellt werden.
Primäre biliäre Zirrhose
Für diese Krankheit, die vorwiegend bei Frauen auftritt, sind Juckreiz und Müdigkeit meist die ersten Anzeichen. Der Arzt tastet eine vergrößerte Leber, oft auch eine vergrößerte Milz. Besteht die primäre biliäre Zirrhose schon längere Zeit, bilden sich oft gelbe Ablagerungen in der Haut oder an den Augenlidern.
Leberzirrhose
Die Leber schrumpft nicht von heute auf morgen, sondern über Jahre hinweg. Währenddessen verursacht sie meist keine Beschwerden, allenfalls Appetitlosigkeit oder Gewichtsverlust. Im fortgeschrittenen Stadium zeigen sich spinnenartige Blutgefäße in der Haut; Hände und Füße können sich röten, später fallen Körperhaare aus (vor allem in der Achselhöhle und im Intimbereich). Bei Männern lassen die Potenz und die Lust auf Sex nach, und es können ihnen Brüste wachsen, weil die Leber die Grundstoffe für das männliche Sexualhormon Testosteron nicht mehr herstellen kann. Dann können die auch bei Männern vorhandenen weiblichen Geschlechtshormone (Östrogene) dominieren.
Die Pfortader, in der sich das aus Magen, Milz und Darm zur Leber strömende Blut sammelt, verengt sich. Dadurch erhöht sich der Blutdruck in der Pfortader, was dazu führt, dass sich in der Speiseröhre Krampfadern (Ösophagusvarizen) bilden. Platzen sie, kann es zu lebensgefährlichen Blutungen kommen. Das in der Pfortader gestaute Blut führt auch dazu, dass sich im Bauchraum Flüssigkeit sammelt (Bauchwassersucht, Aszites).
Ist die Leber so stark geschädigt, dass sie ihrer Entgiftungsaufgabe nicht mehr nachkommen kann, gelangen schädliche Stoffwechselprodukte (z. B. Ammoniak) ins Gehirn und stören dessen Funktion (hepatische Enzephalopathie). Halluzinationen, Bewusstseinstrübungen und Angstzustände sind die Folge.
