Allgemeines
Als Signalübermittlungs-Hemmstoffe – wissenschaftlich: Signaltransduktions-Inhibitoren – wird eine relativ neue Gruppe von Substanzen bezeichnet, die die Übertragung von bestimmten Signalen an die Zelle blockieren. Solche Signale sind ausschlaggebend, damit die Zelle wachsen und sich teilen kann. Sie werden häufig von speziellen eiweißhaltigen Stoffen (Enzymen) vermittelt, die als Botenstoffe fungieren. Bei bestimmten Krebsarten sind diese Enzyme besonders aktiv. Werden sie blockiert, erhält die Zelle keine Aufforderung, sich zu teilen oder zu wachsen, und stirbt ab.
Die Wirkstoffe Dasatinib, Erlotinib, Imatinib, Sorafenib und Sunitinib blockieren das Enzym Tyrosinkinase, das von Tumorzellen in besonders hohem Maße gebildet wird. Sie werden auch als Tyrosinkinase-Inhibitoren bezeichnet. Tyrosinkinase ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass sich die Zellen unkontrolliert vermehren.
