09.10.2012
Antimetabolite

Allgemeines

Antimetabolite ähneln körpereigenen Stoffen und können deshalb an deren Stelle in den Stoffwechsel der Zelle eingebaut werden. Sie können z. B. den Aufbau der Erbsubstanz DNA oder von Eiweißstoffen behindern, indem sie anstelle der sonst üblichen körpereigenen Stoffe eingefügt werden. Daraus ergibt sich jedoch keine biologisch sinnvolle Information für den Organismus oder die Zelle, sodass weitere Stoffwechselschritte unterbleiben oder die Zelle abstirbt.

Teilweise hemmen Antimetabolite auch den Aufbau von Enzymen, ohne die die einzelnen Bausteine für die Erbsubstanz nicht hergestellt werden können. Krebszellen haben gegenüber gesunden Zellen in der Regel einen beschleunigten Zellstoffwechsel und eine erhöhte Teilungsrate und werden von der Störung durch Antimetabolite daher besonders getroffen.

Zu den Antimetaboliten gehören die Wirkstoffe Azacitidin, Capezitabin, Cladribin, Cytarabin, Fludarabin, Fluorouracil, Gemzitabin, Mercaptopurin, Methotrexat, Pemetrexed, Pentostatin, Tegafur + Uracil und Tioguanin. Die Antimetabolite Fludarabin und Cytarabin verstärken sich in ihrer Wirkung gegenseitig und werden deshalb oft miteinander kombiniert.

Grundsätzlich gelten für diese Wirkstoffe die allgemeinen Angaben, die unter "Zytostatika" aufgeführt sind. Im Folgenden werden zusätzlich die Besonderheiten bei den einzelnen Wirkstoffen beschrieben.

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