Allgemeines
Antibiotika werden aus Bakterien oder Pilzen gewonnen oder synthetisch hergestellt. In erster Linie handelt es sich dabei um Arzneimittel, die bei bakteriellen Infektionen eingesetzt werden.
Einige dieser Substanzen wirken aber gänzlich anders – als Zellgifte (zytostatisch). Sie hemmen die Reparaturmechanismen des Körpers für Defekte an dem chemischen Gerüst der Erbsubstanz (Desoxyribonukleinsäure, abgekürzt DNS oder englisch DNA). Auf diese Weise kommt es zu Brüchen in der DNA. Die Erbsubstanz kann dann nicht mehr so miteinander vernetzt werden, dass eine korrekte Weitergabe der Erbinformation von einer Zellgeneration auf die nächste möglich ist. Zusätzlich entstehen Schäden in der Zellwand, mit der Folge, dass sich die Zelle nicht mehr teilen kann.
Zu den zytostatisch wirkenden Antibiotika gehören die Substanzen Bleomyzin, Dactinomyzin und Mitomyzin. Grundsätzlich gelten für diese Wirkstoffe die allgemeinen Angaben, die unter "Zytostatika" aufgeführt sind. Im Folgenden werden zusätzlich die Besonderheiten bei den einzelnen Wirkstoffen beschrieben.
