15.05.2012
Blutarmut

Allgemeines

Blutarmut (Anämie) bedeutet, dass der Körper zu wenig rote Blutkörperchen (Erythrozyten) hat und es ihm damit an rotem Blutfarbstoff (Hämoglobin) mangelt. Hämoglobin ist ein eisenhaltiger Eiweißstoff, der den Blutkörperchen ihre rote Farbe gibt und zuständig ist für den Sauerstofftransport. An das Hämoglobin bindet sich der in der Lunge eingeatmete Sauerstoff, der über die Blutbahn zu den Organen transportiert und dort an das Gewebe abgegeben wird. Enthält das Blut wenig Hämoglobin, verschlechtert sich die Sauerstoffversorgung des Körpers.

Ob ein Eisenmangel und in dessen Folge auch ein Mangel an roten Blutkörperchen besteht, lässt sich anhand einer Blutuntersuchung feststellen, bei der die Serum Ferritin-Konzentration gemessen wird. Ferritin gilt als Speichereisen, auf das der Körper bei hohem Eisenbedarf zurückgreift. Werte von 100 bis 250 Mikrogramm pro Milliliter liegen im Normbereich. Werte unter 12 Mikrogramm pro Milliliter sind ein klarer Hinweis auf einen Eisenmangel. Diese Form der Blutarmut kommt bei Säuglingen und Kleinkindern häufig vor. Entzündliche Prozesse können die Werte der Serum-Ferritin-Konzentration verfälschen. Besteht eine Entzündung, sollte der Arzt zusätzlich die Serum-Eisen-Konzentration bestimmen, um die Diagnose zu sichern.

Wenn im Magen zu wenig von einem speziellen Transportstoff (Intrinsic Factor) produziert wird, kommt es zu einem Mangel an Vitamin B12, oft begleitet von einem Mangel an Folsäure. Beides fördert eine bestimmte Form der Blutarmut, die perniziöse Anämie. Auch ein Mangel an Vitamin B12 oder Folsäure kann durch eine Blutuntersuchung festgestellt werden.

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