Allgemeines
Verletzte Haut heilt normalerweise von selbst, indem das Blut gerinnt und über der Wunde eine Kruste bildet, die den Heilungsprozess nach außen abschirmt. Die neue Haut kann auf diese Weise rasch nachwachsen. Bei größeren Wunden mit Gewebezerstörungen bildet sich unter dem Schorf Granulationsgewebe aus Fress- und Faserzellen sowie Blutgefäßen. Auf diesem Gewebe können die Hautzellen von den Rändern zur Mitte der Wunde hin wachsen und diese mit der Zeit verschließen. Die Wundheilung wird also durch diese Reaktion, die mit einer leichten Entzündung einhergeht, begünstigt. Hemmt man die Entzündung, verzögert sich die Heilung. Wenn sich eine Wunde allerdings mit Bakterien infiziert, entzündet sie sich stärker und beginnt zu eitern.
Die Behandlung chronischer Wunden, die beispielsweise infolge einer chronisch-venösen Insuffizienz oder eines diabetischen Fußes entstehen, wird an dieser Stelle nicht besprochen. Näheres hierzu finden Sie unter "Venenerkrankungen, Thrombose" beziehungsweise unter "Diabetes".
