01.04.2014
Pilzinfektionen der Haut

Allgemeines

Pilze finden sich auch bei gesunden Menschen auf Haut und Schleimhäuten, allerdings in so geringer Menge, dass man davon nichts spürt und auch nicht erkrankt. Erst wenn der Schutzfilm der Haut zerstört oder die Haut durch Feuchtigkeit oder Wasser aufgeweicht wird, können Pilze in die Haut eindringen und sich stark vermehren. Besonders häufig geschieht das in den Zwischenräumen der Zehen, weil sich dort Feuchtigkeit sammelt. Ein feuchtwarmes Milieu und aufgequollene Haut bieten Pilzsporen einen idealen Nährboden, auf dem sie gut auskeimen können.

Pilze können sich auch auf, in und unter den Nägeln einnisten. Meist sind die Fußnägel dafür anfälliger als die Fingernägel, vor allem, wenn Sie in Schuhen häufig schwitzen und die Nägel dadurch etwas weich werden.

Viele Babys oder auch Erwachsene, die wegen einer Inkontinenz Windeln tragen müssen, haben irgendwann einmal entzündete Haut im Windelbereich (Windeldermatitis), vor allem, wenn die Vorlage nicht häufig genug gewechselt wird und Bestandteile des Urins die Haut reizen.

Gelegentlich entsteht dort auch eine Pilzinfektion, denn die feuchtwarme Hülle einer nassen Windel bietet Pilzen, die in geringen Mengen auch auf gesunder Haut vorkommen, einen idealen Nährboden. Sie können sich stark vermehren und breiten sich über den gesamten Windelbereich aus.

Pilzinfektionen (Mykosen) an inneren Organen kommen nur bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem vor.

Wenn eine Mykose sehr tief reicht und mit offenen Hautstellen einhergeht, ist sie manchmal von einer bakteriellen Infektion überlagert.

Alle Angaben zum Pilzbefall im Genitalbereich finden Sie unter "Pilzinfektionen der Scheide", der Pilzbefall im Mund (Soor) wird unter "Pilzinfektionen im Mund" besprochen.

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